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Zwangsmaßnahmen gegen Hungerstreikende: Kein Missbrauch von Ärztinnen und Ärzten!

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Amerikanische und englische Kolleg/innen haben sich in prominenten Zeitschriften strikt dagegen ausgesprochen, Ärzte für Zwangsmaßnahmen gegen Hungerstreikende zu missbrauchen.

Es geht konkret um das amerikanische Gefangenenlager an der kubanischen Südostküste, besser bekannt unter dem Namen Guantanamo. Dort befinden sich 100 der 160 Häftlinge, die seit Jahren ohne Anklage einsitzen, im Hungerstreik (was gegen die amerikanische Verfassung verstößt). Vorschläge, eine mögliche Schuld vor ordentlichen Gerichten zu klären, sind bislang am Widerstand der Republikaner gescheitert.

Die Seniorautorin des Artikels „Force feeding of mentally competent detainees at Guantanamo Bay“ aus dem BMJ ist Vivienne Nathanson, eine der Direktorinnen der British Medical Association in London. Sie hatte sich bereits Ende Juli vergangenen Jahres u.a. an das pharmazeutische Unternehmen Abbott gewandt, dessen Produkte bei der Zwangsernährung offenbar Verwendung finden. Die Briefe an Abbott („Use of Abbott Laboratories products in force-feeding detainees at Guantánamo Bay“), Nestlé und andere Unternehmen sind im Original unter

bma.org.uk/working-for-change/ improving-and-protecting-health/ human-rights/guantanamo-force- feeding zu finden.

Der Artikel „Guantanamo Bay: A Medical Ethics-free Zone?“ aus dem New England Journal of Medicine stammt u.a. aus der Feder des vielleicht prominentesten Bioethikers der USA (George J. Annas; Boston University). Er ist frei verfügbar unter www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1306065


(Stand: 12.05.2015)

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