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Transparenzregeln und die Sponsorenliste des Bundesministeriums für Gesundheit

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Interessenkonflikte sind ein zunehmend wichtiges Thema, wenn es um die Glaubwürdigkeit von Fachgesellschaften, Zeitschriften oder Leitlinien geht. Sollten Sie annehmen, dass auch die gegenwärtige Regierung sich diesen Transparenzregeln unterwirft, liegen Sie ... fast richtig.

Die Sponsorenliste des Bundesministeriums für Gesundheit für die Jah- re 2009–2010 umfasst den geradezu lächerlich geringen Betrag von fast 52 Millionen Euro. Davon gingen 51.390.112,15 Euro an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 357.809,92 Euro an das Robert-Koch-Institut.

In der Liste sind sicher auch honorige Spender und vernünftige Projekte enthalten. Etwas eigentümlich muten allerdings Positionen an, über die sich jeder Betrachter seinen eigenen Reim machen darf:

  • 23,2 Millionen Euro vom Fachverband Außenwerbung e.V. für die „Nutzung von Plakatfreiflächen für Citylight- und Großflächenplakatierung im Rahmen der Aidsprävention“ und für die Alkoholprävention
  • 32,7 Millionen vom Verband der privaten Krankenversicherung für Alkohol- und HIV-Prävention
  • 223.000 Euro vom Verband der Deutschen Automatenindustrie e.V. (VDAI), Deutscher Automaten-Großhandels-Verband e.V. (DGAV), Bundesverband Automatenunternehmen e.V. (BA) für ... die Prävention von Spielsucht

Die Liste finden Sie unter www.bmg.bund.de/ministerium/aufgaben-und-organisation/sponsoring.html


(Stand: 12.05.2015)

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