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Elbe, Wein und Currywurst! Oder: Darf es noch etwas Professionelles sein?

DOI: 10.3238/zfa.2014.0209-0210

Der 7. Professionalisierungskurs der DEGAM sucht seine Nachfolger!Claudia Norzel1 und Paul Thiel2 für den 7. Professionalierungskurs

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Seit 1999 lädt die DEGAM alle zwei Jahre akademisch interessierte Allgemeinmediziner, Lehrärzte und wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitätsabteilungen für Allgemeinmedizin zu einem von den Teilnehmern „selbstbestimmten“ Kurs ein. Ziel des Kurses ist es, durch gegenseitiges Lernen und Lehren die Entwicklung von Kompetenzen für die universitäre Allgemeinmedizin in Forschung und Lehre zu fördern. Darüber hinaus soll der Kurs, neben dem Erwerb theoretischer Grundlagen und praktischer Fertigkeiten, die persönliche Weiterentwicklung der Kursteilnehmer ermöglichen und dazu anregen, Kontakte zu knüpfen, Netzwerke zu bilden und aufrechtzuerhalten und Impulse für die eigene praktische und universitäre Arbeit zu bekommen. Der Kurs basiert auf dem Prinzip des „Adult Learning“, einer aktiven, von den Lernenden selbst strukturierten Vorgehensweise, was bedeutet, dass die Teilnehmer die Fortbildungswochenenden selbst planen und gestalten. Zur Erarbeitung der selbst gewählten Lerninhalte kann die Gruppe sowohl auf eigene Ressourcen als auch auf externe Experten, Literatur oder Fachkompetenz zurückgreifen.

Den Rahmen für den Kurs liefert die DEGAM. Für ein erfolgreiches Absolvieren des Professionalisierungskurses sind Durchführung und Teilnahme an mindestens fünf Wochenendseminaren obligatorisch. Inhaltlich können Themen aus den Bereichen Lehre, Forschung, Qualitätsmanagement, Versorgung in der Praxis und Gedeihen an der Hochschule einen Anstoß geben. Ein weiterer Bestandteil ist ein mindestens einwöchiges internationales Praktikum, das vorzugsweise in universitären Abteilungen von Ländern mit einer gut etablierten Allgemeinmedizin stattfinden soll, aber z.B. auch in einer ausländischen Allgemeinarztpraxis mit akademischem Hintergrund oder sonstiger allgemeinmedizinisch relevanter Tätigkeit abgeleistet werden kann.

Wir, der 7. Professionalisierungskurs, trafen erstmals im September 2012 während des 46. DEGAM-Kongresses in Rostock zusammen. 18 Ärzte aus verschiedenen Teilen Deutschlands, alte Hasen und junge Forscher, erfahrene Dozenten und Neugierige, und alle begeisterte Allgemeinmediziner.

Die Latte hing hoch, die uns der 6. Professionalierungskurs hingehalten hatte. Und schon war unser erstes Lernziel definiert: Teambildung. Die verschiedenen Phasen des Teambildungsmodells nach Bruce Tuckman haben wir erfolgreich und mehrfach durchlaufen. Im Storming und Forming sind wir auf 13 Teilnehmer geschrumpft. Bisher konnten wir bereits zu vier Wochendseminaren in Freiburg, Magdeburg, München und Bochum zusammenkommen. Ein weiteres Treffen wird im Mai in Dresden stattfinden. Anhand der fünf Themenbereiche Lehre, Forschung, Qualitätsmanagement, Versorgung in der Praxis und Gedeihen an der Hochschule konnten wir eigene Ideen erarbeiten, voneinander und miteinander lernen, uns weiterentwickeln, vernetzen und wachsen. Insgesamt vier Projekte, die wir gemeinsam erarbeiteten und bearbeiten, begleiteten unsere bisherigen Treffen. Unter anderen haben wir eine Studie über Wartezimmer in deutschen Allgemeinarztpraxen entworfen und die Daten hierfür bereits erhoben. Weiter möchten wir ein Hilfsmittel zur Pharmakotherapie für Studierende im Praktischen Jahr (PJ) Allgemeinmedizin, Ärzte in Weiterbildung sowie Lehrärzte zur Verfügung stellen. Die ersten Ergebnisse unserer Arbeit werden wir zum 48. DEGAM-Kongress in Hamburg präsentieren.

Die gemeinsamen Treffen nutzen wir, neben dem Arbeiten an unseren Projekten, auch immer für den fachlichen und persönlichen Austausch. So führten uns die Treffen zu langen Spaziergängen an der Elbe, Weinverkostungen am Kaiserstuhl und Currywurst im „Profi-Grill“ Bochum-Wattenscheid. Wir hatten Gelegenheit, verschiedene Abteilungen und Lehrbereiche für Allgemeinmedizin in Deutschland kennenzulernen und freuten uns sehr über das offene und herzliche Willkommen durch die Professoren und deren Mitarbeiter.

Die Staffelübergabe an den 8. Professionalierungskurs steht jetzt unmittelbar bevor. Schon jetzt ist es unser gemeinsamer Wunsch aus unseren wertvollen Kontakten und Erfahrungen weiter zu schöpfen und uns – in anderer Form – für ein weiteres miteinander Arbeiten und Lernen zu treffen.

Ausdrücklich möchten wir uns bei der DEGAM für diese wunderbare Idee und Möglichkeit bedanken, den 7. Professionalierungskurs auf unsere persönliche Weise mit Leben zu füllen.

Beim 48. DEGAM-Jahreskongress, der vom 18.–20.09.2014 in Hamburg stattfinden wird, möchten wir den Staffelstab gerne an den 8. Professionalisierungskurs weiterreichen.

Im Rahmen eines Pre-Conference-Workshops am Donnertag Vormittag, den 18.09.2014, möchten wir den nächsten Kurs willkommen heißen und von unseren Erfahrungen berichten.

Wir laden Interessierte dazu ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen und sich für diesen einmaligen Kurs zu bewerben. Der Kurs richtet sich sowohl an Bewerber aus Deutschland als auch Interessierte und Kollegen aus dem deutschsprachigen Ausland. Insbesondere im Hinblick auf den in Bozen geplanten DEGAM-Jahreskongress 2015 freuen wir uns auch über Bewerbungen z.B. aus Österreich, der Schweiz oder Südtirol.

Weitere Informationen zum Professionalisierungskurs auf der DEGAM-Homepage unter: www.degam.de/professionalisierungs-kurs.html

Auf Rückfragen zum aktuellen Professionalisierungskurs freuen sich: Gerd Appel (Gerd.Appel@t-online.de) und Klaus Herlan (Klaus.Herlan@t-online.de)

Bewerbungen zur Teilnahme am 8. Professionalisierungskurs der DEGAM senden Sie bitte bis zum 30.06.2014 an:

Prof. Dr. Stefan Wilm

Institut für Allgemeinmedizin

Universität Düsseldorf

Moorenstr. 5

40225 Düsseldorf

Stefan.Wilm@med.uni-duesseldorf.de

Korrespondenzadresse

Dr. Claudia Norzel

Kreuzbichlweg 2

83623 Dietramszell

claudia.norzel@tum.de

Abbildungen:

Abbildung Der 7. Professionalisierungskurs in Bochum

1 Hausärztin in Dietramszell, Lehrbeauftragte für Allgemeinmedizin, TU München

2 Arzt in Weiterbildung, Gemeinschaftspraxis im Bayerwald

DOI 10.3238/zfa.2014.0209–0210


(Stand: 12.05.2015)

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