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3 Fragen an ...Dr. Andreas Graf von Luckner, GHA-Vorsitzender

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1. Als GHA-Vorsitzender pflegen Sie einen engen Kontakt zur DEGAM: Wie profitieren die beiden Gesellschaften voneinander und was verbindet sie?

Der Schwerpunkt der DEGAM liegt im Bereich der Wissenschaft, der Forschung. Der Präsident engagiert sich dankenswerterweise auch sehr stark in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik. Die GHA hat die Lehre und hier vor allem auch die praktisch Lehrenden im Fokus, die über Seminare und Blockpraktika für einen großen Teil der immer sehr gut evaluierten allgemeinmedizinischen Lehre verantwortlich sind. Neben dem Engagement dieser Unterrichtenden wollen wir ihre didaktischen Fähigkeiten und Ressourcen weiter ausbauen helfen. Mit der DEGAM-Sektion Studium und Hochschule gibt es eine konstruktive und reibungslose Zusammenarbeit.

2. Die Hochschullehrer für Allgemeinmedizin treffen sich einmal im Jahr zum GHA-Symposium in Baierbrunn: Was steht beim 41. GHA-Symposium im Juni im Fokus?

Das 41. GHA-Symposium steht unter dem Thema „Kompetenzbasierung in der Lehre – wo steht die Allgemeinmedizin?“. Damit sprechen wir ein zentrales und aktuelles Thema an: Nach Verabschiedung des „Nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin“ steht ein Paradigmenwechsel in der Medizinerausbildung an, der manches auf den Kopf stellen könnte. Der Allgemeinmedizin kann dabei eine zentrale Rolle zufallen, sie will sich hier schnell neu verorten und die primärärztliche Lehre in eine gute Startposition bringen. Wir werden uns darüber mit bedeutenden Persönlichkeiten der deutschsprachigen Medizindidaktik austauschen (www.gha-info.de).

3. In den vergangenen Jahren hat sich die Allgemeinmedizin an den Universitäten mehr und mehr etabliert: Wo sieht die GHA in den kommenden Jahren ihre Arbeitsschwerpunkte?

Die Einteilung des PJ in Quartale, ein Pflichtquartal Allgemeinmedizin sind seit längerem in der politischen Diskussion. Sollte eine Realisierung auf uns zukommen, bedeutet dies einen großen Kraftakt für Abteilungen, Institute und v.a. aber für noch nicht etablierte Lehreinheiten. Die GHA hat ein Schulungsprogramm für PJ-Praxen entwickelt, es finden regelmäßig M3-Prüferworkshops statt. Diese Aktivitäten gilt es auch als „Train-the-Trainer-Angebote“ zu intensivieren, damit das erforderliche Wissen und entsprechende Fähigkeiten in die Fläche getragen werden können.

Darüber hinaus fördert die GHA die Vernetzung zwischen den Hochschulstandorten und zwischen den Lehrenden an der Uni und in der Praxis über GHA Botschafter, die an jedem Standort etabliert werden sollen.

Abbildungen:

Dr. med. Andreas Graf von Luckner


(Stand: 17.05.2016)

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