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Erektile Dysfunktion in der hausärztlichen Praxis

DOI: 10.3238/zfa.2018.0203-0208

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Michael M. Kochen

Schlüsselwörter: Allgemeinmedizin PDE-5-Hemmer erektile Dysfunktion


Forest plot für die Wirksamkeit von PD-5-Hemmer bei unterschiedlichen Dosen (82 kontrollierte Studien mit 47.626 Patienten; mittlere Werte, 95%-Konfidenzintervalle) [12]
Forest plot für unerwünschte Wirkungen von PD-5-H bei unterschiedlichen Dosen (72 kontrollierte Studien mit 20.325 Patienten; mittlere Werte, 95%-Konfidenzintervalle) [12]

Hintergrund: Die erektile Dysfunktion ist ein häufiges Problem vorwiegend des älter werdenden Mannes. Die hohe Prävalenz (ca. 50 % im 75. Lebensjahr) sollte Anlass sein, die ED noch stärker in das (von Patienten häufig gewünschte) Arzt-Patienten-Gespräch in der hausärztlichen Praxis einzubeziehen.

Suchmethodik: Pragmatische Suche ohne Spracheinschränkung unter dem Stichwort (medical subject heading) „erectile dysfunction“ in der Datenbank PubMed.

Wichtigste Botschaften: Risikofaktoren für eine ED sind vor allem chronische Gefäßkrankheiten, Diabetes mellitus, Nikotinmissbrauch und übermäßiger Alkoholkonsum sowie körperliche Inaktivität. Neben dem Alter hat der Lebensstil einen entscheidenden Einfluss auf das Erektionsvermögen. Gründliche Anamnese (insbesondere bez. Grunderkrankungen, Medikamente und Lebensstil) und körperliche Untersuchung reichen bei den meisten Patienten für die Diagnosestellung aus. Phosphodiesterase-5-Hemmer sind eine in vielen Fällen wirksame Therapie. Kontraindikationen und typische unerwünschte Wirkungen müssen jedoch unbedingt beachtet werden. Der illegale Erwerb von PD-5-Hemmer über das Internet ist für die Patienten mit Gefahren verbunden.

Schlussfolgerungen: Die erektile Dysfunktion ist ein häufiges, inzwischen aber gut behandelbares Problem von Millionen (überwiegend älterer) Männer. Die hausärztliche Praxis ist für die Untersuchung, Beratung und Behandlung der Betroffenen prädestiniert.

1 Lehrbereich Allgemeinmedizin, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2 Gesundheitsforschung für Männer, Berlin 3 Centrum für Allgemeinmedizin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster DOI 10.3238/zfa.2018.0203–0208

Hintergrund

Ein 52-jähriger, leicht adipöser, stark rauchender und übermäßig Alkohol trinkender, sonst aber gesunder Maurer sagt kurz vor der Verabschiedung aus der Sprechstunde (in der er sich wegen Kreuzschmerzen vorgestellt hatte) quasi „nebenbei“, dass er „zu müde zum Sex“ sei....


(Stand: 14.05.2018)

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