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Helfen Tampons gegen Nasenbluten?

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Ein hausärztlicher Kollege aus Interlaken, der auch noch humorvolle Bücher verfasst (dreifuss.ch), schreibt in einem Leserbrief an das Schweizer Medizinische Forum, dass „die meisten Laien und auch viele Ärzte starkem Nasenbluten ziemlich hilflos gegenüber stehen“. Ich habe zwar nicht nachgesehen, ob diese Aussage wissenschaftlich belegt ist, finde aber seine Hinweise lesenswert. Wörtlich heißt es in seinem Brief: „... der gynäkologische Tampon ist besonders gut geeignet, weil er steril, sehr saugfähig, leicht schneidbar, billig und leicht erhältlich ist, sogar im Altersheim bei Pflegerinnen. Der Tampon wird längs geschnitten und quer verkürzt, je nach Größe der Nasenlöcher. Wichtig: Entsprechend den anatomischen Verhältnissen Stoßrichtung nach hinten und nicht nach oben. Tampons müssen in beide Nasenlöcher eingeführt werden, um eine Kompression des elastischen Septums zu erreichen. Leichte Fixation durch Heftpflaster unter der Nase. Ein junger Mann, dem ich wegen Epistaxis Tampons seiner Schwester empfohlen hatte, saß dann im Wartezimmer mit heraushängenden Schnürchen, da er sie nicht abgeschnitten hatte ... Es hat sich bewährt, einen bis zwei Tampons immer im Handschuhfach des Autos, in der Reiseapotheke und sogar im Handgepäck mitzuführen ...“

Sollten Sie diese „Nasenblutungstampon-Therapie“ einmal ausprobieren – schreiben Sie der ZFA einen Bericht über Ihre Erfahrungen.

Dreifuss H. Gynäkologische Tampons gegen Nasenbluten. Schweiz Forum Med 2012; 12: 863

Foto: fotolia/britta60


(Stand: 18.06.2013)

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