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„Verbluten oder sterben“

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In den DEGAM Benefits wurde in der Vergangenheit bereits des Öfteren zum Thema Thrombozytenaggregationshemmer in der Zahnheilkunde Stellung bezogen; neue, von Zahnärzten publizierte Arbeiten zeigen, dass auch bei dieser Fachgruppe die Sensibilität für das Thema steigt.

Mit der zahn- bzw. kieferchirurgischen Behandlung von Patienten unter Thrombozytenfunktionshemmern beschäftigt sich ein kürzlich veröffentlichter Übersichtsartikel eines niedergelassenen Zahnarztes aus dem US-Bundesstaat Delaware.

Wenn ein Zahnarzt mit einem zahnärztlichen bzw. dentalchirurgischen Patienten konfrontiert wird, dessen Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern (TAH) fortgesetzt oder unterbrochen werden soll, muss er – überspitzt formuliert – die Entscheidung treffen zwischen „Verbluten oder Sterben“. So formuliert es der Autor Michael J. Wahl.

Aus einer Zusammenfassung zahlreicher Veröffentlichungen (n = 1.283 Patienten) kann der Autor zeigen, dass

Blutungskomplikationen unter fortgesetzter TAH bei höchsten 2,6 % der Patienten auftreten,

aber nur bei zwei Patienten mehr als lokale Maßnahmen zur Blutstillung nötig waren.

Wahl plädiert dafür, endlich mit der Praxis aufzuhören, für zahnärztliche Operationen eine bestehende Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern zu unterbrechen.

Wahl MJ. Dental surgery and antiplatelet agents: bleed or die. Amer J Med 2014; 127: 260–267

Foto: fotolia/blueskies9


(Stand: 16.06.2015)

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