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Ärzte ohne Grenzen an Pfizer: „Kostenlos ist nicht besser als billig“

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Michael M. Kochen

Jedes Jahr sterben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge 1,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Lungenentzündung, vor allem im südlichen Afrika und in Südasien, mehr als an jeder anderen Krankheit. Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) verhandelt seit Jahren mit den Pharmakonzernen Pfizer und Glaxo Smith Kline (GSK), dem einzigen anderen Hersteller des entsprechenden Impfstoffs. Die Konzerne sollen den Preis auf fünf Dollar pro Kind senken.

Pfizer wollte nun eine Million Impfdosen einer Pneumokokkenvakzine in „großzügiger Weise“ an MSF spenden – die aber lehnten ab. „Kostenlos ist nicht besser als billig“ lautet die Überschrift eines Berichtes von Kathrin Werner in der Süddeutschen Zeitung.

Jason Cone, der Vorsitzende von MSF in den USA, forderte das Unternehmen auf, statt öffentlichkeitswirksamer Wohltätigkeit den Preis für den Impfstoff zu senken, den sich viele ärmere Länder nicht leisten können. „Weder unsere medizinische Arbeit, noch die anderer Hilfsorganisationen oder Regierungen sollte von der ,Barmherzigkeit‘ von Pharmakonzernen abhängen.“

Pfizer ist ob der Ablehnung der Offerte natürlich ... empört!

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/aerzte-ohne-grenzen-kostenlos-ist-nicht-besser-als-billig-1.3212302


(Stand: 14.06.2018)

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