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Hohe Strafen für pharmazeutische Unternehmen – klaglos weggesteckt

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Michael M. Kochen

Nicht allzu selten kommt es zur Marktrücknahme eines Medikaments (meist wegen nicht akzeptabler unerwünschter Wirkungen) oder zu hohen Strafen gegen pharmazeutische Unternehmen wegen Verstoßes gegen Gesetze oder erfolgreicher Gerichtsverfahren von betroffenen Patienten: Manche Zeitgenossen wundern sich dann darüber, wie manche dieser Unternehmen selbst Milliardenzahlungen augenscheinlich klaglos wegstecken.

Etwas Licht in das Dunkel dieser Vorgänge bringt eine Arbeit amerikanischer Autoren, die alle 17 Arzneimittel aufführen, die in den USA zwischen 1993 und 2010 zugelassen und wegen Sicherheitsrisiken im selben Zeitraum wieder zurückgezogen wurden.

Wie Abbildung 1 zeigt, wurden diese Präparate (Spitzenreiter Rofecoxib, Valdecoxib und Cisaprid) vor der Marktrücknahme insgesamt 112 Millionen Mal ambulant verordnet. In der Liste fehlen (selbstredend) die erzielten Profite und das Verhältnis zu den o.g. Straf- bzw. Entschädigungszahlungen.

Saluja S, Woolhandler S, Himmelstein DU, Bor D, McCormick D. Unsafe drugs were prescribed more than one hundred million times in the United States before being recalled. Int J Health Serv 2016; 46: 523–30


(Stand: 28.06.2018)

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