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Zerebraler Insult auf einem Kreuzfahrtschiff

DOI: 10.3238/zfa.2018.0255-0258

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Frank Heblich, Gianluca Minucci, Luisa Lützner, Wulf Miersch

Schlüsselwörter: Kreuzfahrtschiff reisemedizinische Beratung zerebraler Insult

Hintergrund: Sowohl die Gesamtzahl der Kreuzfahrtpassagiere als auch die Zahl der älteren Gäste (häufig mit chronischen Erkrankungen) nehmen weltweit zu. Gleichzeit überschätzen viele Passagiere, aber auch einige Ärzte, die Möglichkeiten der stationären Versorgung auf einem Kreuzfahrtschiff.

Fallbericht: Eine 79-jährige Reisende erleidet an einem Hafentag beim Frühstück einen zerebralen Insult. Da zufällig neben dem diensthabenden auch noch das zweite Ärzteteam an Bord ist, kann schnell der Transport in eine Stroke Unit organisiert und parallel die Patientin für den Transport vorbereitet werden. Dort kann das verschlossene Gefäß rekanalisiert werden – die erkrankte Frau wird nach kurzer Zeit ohne körperliche Folgen entlassen.

Schlussfolgerungen: Die Patientin hatte großes Glück, dass das Kreuzfahrschiff zum Zeitpunkt des Ereignisses bereits in einem Hafen mit adäquater medizinischer Infrastruktur festgemacht hatte. Durch die frühzeitige Intervention in der Stroke Unit konnten alle körperlichen Symptome revidiert werden. Bei der Beratung von Patienten sollten Ärzte immer auch die eingeschränkten Möglichkeiten im Bordhospital und in einigen Reiseländern bedenken.

1 Schiffsarztlehrgang GbR, Kiel 2 LuMi GmbH, Stuttgart 3 TUI Cruises, Hamburg Peer-reviewed article eingereicht: 03.04.2018, aktualisiert: 08.04.2018 DOI 10.3238/zfa.2018.0255–0258

Hintergrund

Die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere nimmt weltweit, besonders jedoch in Europa und Deutschland zu [1]. Obwohl das Durchschnittsalter der Passagiere auf inzwischen etwa 54 Jahre, in Ferienzeiten zum Teil auf bis zu 37 Jahre sinkt, nimmt die Gesamtzahl älterer Gäste und solcher mit chronischen Erkrankungen an...


(Stand: 29.06.2018)

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