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„Low-dose“-CT der Lunge zur Diagnose eines Bronchialkarzinoms – ein halbseidenes Angebot

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Parallel mit der IGeL-„Bewegung“ breiten sich auch Angebote halbseidener Screeningverfahren (wie z. B. die sogenannte Low-dose-CT der Lunge zur Diagnose eines Bronchialkarzinoms) immer weiter aus. In einer randomisierten, kontrollierten Studie mit immerhin 3190 Personen prüften amerikanische Autoren, wie häufig sich dabei falsch-positive Befunde ergaben. Die aktuellen oder früheren RaucherInnen wurden entweder einem jährlich wiederholten Röntgen-Thorax in 2 Ebenen oder einer jährlich wiederholten Low-dose-CT zugeteilt und 12 Monate nach dem letzten Screening untersucht. Nach der ersten CT betrug die Rate an falsch-positiven Ergebnissen 21 %, nach dem zweiten Screening 33 % (beim Röntgen-Thorax lauteten die Zahlen 9 % und 15 %). 7 % der Teilnehmer in der CT-Gruppe und 4 % in der Röntgen-Thorax-Gruppe erhielten in der Folge invasive Untersuchungen. Diese Zahlen sagen schon viel, aber noch nichts über die psychosozialen Folgen oder die verursachten Kosten.

Croswell MJ, Baker SG, Marcus PM, Clapp JD, Kramer BS. Cumulative incidence of false-positive test results in lung cancer screening – a randomized trial. Ann Intern Med. 2010; 152: 505–512


(Stand: 29.05.2015)

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