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Chronischer Rückenschmerz – wann an entzündlich-rheumatische Ursachen denken?

DOI: 10.3238/zfa.2011.0317

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Denis Poddubnyy, Martin Rudwaleit, Joachim Sieper

Schlüsselwörter: Rückenschmerz ankylosierende Spondylitis Spondyloarthritis Frühdiagnose

Zusammenfassung: Entzündliche rheumatische Erkrankungen, insbesondere die ankylosierende Spondylitis (AS, Morbus Bechterew) und die ganze Gruppe der Spondyloarthritiden (SpA), sind wichtige Differenzialdiagnosen bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz. Die Diagnose einer AS bzw. SpA wird oft erst 5–10 Jahre nach Auftreten der ersten Symptome gestellt, meist weil das Röntgenbild in den Frühstadien keine eindeutige Sakroiliitis zeigt und weil die Patienten zu spät zu einem Rheumatologen überwiesen werden. Eine einfache Strategie zur Identifizierung von Patienten mit einer guten Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer AS bzw. einer SpA in der allgemeinmedizinischen und orthopädischen Praxis wurde in den letzten Jahren entwickelt und validiert. Es wird vorgeschlagen, dass Patienten mit chronischem Rückenschmerz und Beginn der Schmerzen vor dem 45. Lebensjahr an einen Rheumatologen überwiesen werden, wenn eine der folgenden Parameter positiv sind: Morgensteifigkeit der Wirbelsäule mit Besserung bei Bewegung, HLA-B27-Positivität oder Anzeichen einer Sakroiliitis in der Bildgebung.

Konzept der Spondyloarthritiden

Bis zu 2/3 der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens an Rückenschmerzen [1]. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind wichtige Differenzialdiagnosen bei Patienten mit chronischen (länger als 3 Monate) Rückenschmerzen. Zu den häufigsten entzündlich-rheumatischen Ursachen eines Rückenschmerzes gehört die ankylosierende Spondylitis (AS, auch Morbus Bechterew im deutschsprachigen Raum genannt). Die AS gehört zu der großen Erkrankungsfamilie namens Spondyloarthritiden (SpA), die ähnliche Krankheitsmanifestationen haben wie häufige Beteiligung des axialen Skelettes (Wirbelsäule und Sakroiliakalgelenke), HLA-B27-Assoziation, Familienanamnese einer Spondyloarthritis, asymmetrische Oligoarthritis und extraartikuläre Manifestationen/assoziierte Erkrankungen wie Uveitis anterior, Enthesitis, Daktylitis, Psoriasis, chronisch-entzündliche Darmerkrankung) [2, 3]. Außer der AS gehören zu der SpA-Familie auch die reaktive Arthritis und bestimmte Formen der Arthritis bei Psoriasis und bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (Morbus Crohn/Colitis ulcerosa). Eine neuere Einteilung der SpA basiert auf dem klinischen Leitsymptom: entweder axiale Beschwerden (Schmerzen, Steifigkeit der Wirbelsäule, Becken) oder periphere Symptome wie Arthritis oder Enthesitis (Entzündung an den Ansatzstellen).

Die SpA mit vorwiegend axialer Manifestation werden auch als axiale SpA bezeichnet und beinhalten die klassische ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew), aber auch die sogenannte nicht-röntgenologische Spondyloarthritis (d.h. ohne röntgenologisch nachweisbare Sakroiliitis), die axiale SpA, die auch als Vorstufe der AS betrachtet werden kann. Letztere Gruppe ist insbesondere von Bedeutung, da es eine Reihe von Jahren dauern kann, bis typische röntgenologische Veränderungen als Konsequenz der anhaltenden Entzündung nachweisbar sind.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass es zurzeit weder nationale noch internationale Leitlinien zur Diagnose der SpA bzw. AS gibt. Die internationalen ASAS/EULAR (Assessment of Spondyloarthritis International Society/European League Against Rheumatism) Therapieempfehlungen für AS wurden in 2006 in die deutsche Sprache übersetzt und veröffentlicht [4].

Der Inhalt dieses Beitrages basiert auf diesen Empfehlungen und auf eigenen Erfahrungen/Forschungsergebnissen der Autoren.

Epidemiologie der Spondyloarthritiden

Die Prävalenz der AS beträgt in Deutschland ca. 0,5% der Gesamtbevölkerung (und ca. 5% bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz [5]), wobei die Prävalenz der gesamten SpA-Gruppe bei ca. 1–2% liegt. Männer sind 2,5-fach häufiger betroffen als Frauen [6]. Die Erkrankung beginnt in der Regel im 3. oder 4. Lebensjahrzehnt, selten nach dem 50. Lebensjahr. Bei bis zu 40% der Patienten kann die Erkrankung zu schweren funktionellen Beeinträchtigungen führen. Männer sind in der Regel schwerer betroffen als Frauen und der Grad der Funktionsstörung ist sehr von der Erkrankungsdauer abhängig [7, 8].

Therapie der Spondyloarthritiden

Für die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) und ihre Frühformen gab es bis vor kurzem nur die Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Die normalen Basistherapeutika wie Methotrexat oder Sulfasalazin, die recht effektiv sind bei anderen rheumatischen Erkrankungen, sind bei dieser Erkrankung nicht wirksam. Die NSAR bilden die sogenannte Basis des therapeutischen Vorgehens – immer im Kontext mit physikalischer Therapie – und sollten in einer ausreichend hohen Dosis bei allen Patienten zunächst ausprobiert werden (Abbildung 1). Sprechen die Patienten auf diese Therapie an, ist eine kontinuierliche symptomabhängige Behandlung indiziert [9, 10]. Es muss betont werden, dass die AS eine Erkrankung ist, die deutlich von der NSAR-Therapie profitiert. NSAR bei AS zeigen nicht nur eine ausgeprägte symptomatische Wirkung, sondern können vermutlich sogar die Progression der strukturellen Veränderungen in der Wirbelsäule verhindern [11]. Bei der Mehrheit der Patienten mit einer Spondyloarthritis, die in der Regel jung sind und keine Komorbiditäten haben, überwiegt der Nutzen der NSAR-Dauerbehandlung die Risiken dieser Behandlung, wie es auch in unserem Übersichtsartikel zu diesem Thema gezeigt werden konnte [12]. Patienten mit gastrointestinalen Risikofaktoren (wie z.B. Magenulkus in der Anamnese, Alter 65 Jahre, Begleittherapie mit Steroiden, niedrigdosiertem Aspirin, indirekten Antikoagulanzien, Helicobacter pylori-Infektion) sollten mit Vorsicht behandelt werden: hier sollte eine Behandlung mit sogenannten COX-2-Hemmern (Celecoxib oder Etoricoxib) oder in Kombination mit Protonenpumpenhemmern bevorzugt werden. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA II-IV), instabiler und nichteingestellter Hypertonie, klinisch gesicherter koronarer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankungen sind COX-2-Hemmer grundsätzlich kontraindiziert; nicht-selektive COX-Hemmer (traditionelle NSAR) können jedoch kurzfristig und in einer minimalen wirksamen Dosis eingesetzt werden.

Die empfohlene physikalische Therapie beinhaltet Krankengymnastik, die sowohl zuhause als auch in einer Gruppe durchgeführt werden kann, sowie spezielle Trainings-Programme und stationäre Rehabilitationsprogramme, die mit anderen Maßnahmen kombiniert werden können [9].

Vor ca. 10 Jahren wurde erstmals demonstriert, dass für Patienten, die trotz einer Therapie mit NSAR und ausreichender Krankengymnastik weiterhin aktiv sind, eine Behandlung mit den sogenannten TNF-á-Blockern äußerst effektiv ist [9, 10]. Ca. 50% dieser Patienten erreichen dann eine 50%ige Verbesserung der Krankheitsaktivität, gemessen am Grad des Rückenschmerzes, der Gelenkschmerzen, der Morgensteifigkeit und der Müdigkeit/ Erschöpfung, 25–30% der Patienten erreichen sogar eine Remission (Symptomfreiheit unter Therapie). In den nachfolgenden Studien konnte dann gezeigt werden, dass die Therapie besonders effektiv ist, wenn die Patienten in der frühen Phase ihrer Behandlung therapiert werden, d.h. in den ersten 3–5 Jahren. In diesen Fällen konnte eine Remission sogar in bis zu 50% der behandelten Patienten erreicht werden. Heutzutage sind TNF-á-Blocker für die Behandlung der AS-Patienten zugelassen, die nicht ausreichend auf die Standardtherapie (in der Regel 2 NSAR hintereinander in der vollen bzw. maximalen verträglichen Dosis über 4 Wochen plus Krankengymnastik) ansprechen bzw. Kontraindikationen für diese Therapie haben [13].

Neue Möglichkeiten zur Frühdiagnose der Spondyloarthritiden

Die korrekte Diagnose einer AS wird im Mittel erst durchschnittlich 9 Jahre nach Auftreten der Symptome gestellt [8, 14], meist weil das Röntgenbild im Frühstadium keine eindeutige Sakroilitiis zeigt – der Eckstein der AS-Diagnose laut der modifizierten New York Kriterien [15] (Abbildung 2a). Die Einführung der Magnetresonanztomografie (MRT) ermöglichte die Frühdiagnose einer SpA [16], da akute entzündliche Veränderungen in den Sakroiliakalgelenken (Abbildung 2b) Monate bis Jahre früher auftreten als strukturelle Veränderungen, die im Röntgenbild erkennbar sind und die Folge der Entzündung sind. Um die aktive Sakroiliitis zu definieren, schlug die ASAS-Expertenorganisation Kriterien für aktive entzündliche Veränderungen der Sakroiliakalgelenke in der MRT vor [16]. Laut diesen Kriterien wird eine aktive Sakroiliitis als ein typisches subchondrales Knochenmarködem/Osteitis definiert [16] (Abbildung 2b).

Klinisches Leitsymptom der AS und aller axialen SpA ist der sogenannte entzündliche Rückenschmerz, der ein wichtiges diagnostisches Eingangskriterium darstellt: Im Gegensatz zu Rückenschmerzen anderer Genese beginnt der entzündliche Rückenschmerz eher schleichend, tritt vorwiegend morgens oder in der 2. Nachthälfte auf und bessert sich bei Bewegung, aber nicht in Ruhe. Typischerweise besteht in der Wirbelsäule eine Morgensteifigkeit von 30 Minuten oder mehr (Tabelle 1).

Das Vorliegen eines entzündlichen Rückenschmerzes reicht jedoch zur Diagnosestellung einer SpA nicht aus, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit einer SpA-Diagnose und stellt eine Indikation für die Überweisung des Patienten an den Rheumatologen zur weiteren Abklärung dar.

Für die Früherkennung einer AS bzw. einer axialen SpA kommen neben dem Symptom entzündlicher Rückenschmerz auch andere Parameter zum Einsatz. Dazu gehören das gute Ansprechen des Rückenschmerzes auf NSAR, Familienanamnese für SpA, Uveitis, Enthesitis, Daktylitis, periphere Arthritis, Psoriasis, chronisch-entzündliche Darmerkrankung, das Vorhandensein des HLA-B27-Antigens, erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit oder C-reaktiver Protein-Wert (Abbildung 3). Das Vorhandensein der oben genannten SpA-Parameter erhöht die Wahrscheinlichkeit einer SpA-Diagnose und vice versa, das Nichtvorhandensein von einigen Parametern (z.B. HLA-B27 oder gutes NSAR-Ansprechen) kann diese wesentlich verringern.

Für die einzelnen Parameter haben wir aufgrund publizierter Studien die sogenannten Positive und Negative Likelihood Ratio (LR+ und LR–) als Maß für den diagnostischen Wert eines jeden Parameters berechnet (Tabelle 2) [17]. Im Wert „Likelihood Ratio“ werden Sensitivität und Spezifität des Parameter kombiniert: LR+ = Sensitivität / (1 – Spezifität); LR– = (1 – Sensitivität)/Spezifität. Je höher der Wert der LR+ ausfällt, desto höher ist die Diagnosewahrscheinlichkeit, falls der Parameter positiv bzw. erfüllt ist; je niedriger der Wert der LR– ausfällt, desto niedriger ist die Diagnosewahrscheinlichkeit, falls der Parameter negativ ist [17–19].

Bei einem individuellen Patienten lässt sich anhand der LR der vorhandenen Parameter die individuelle Krankheitswahrscheinlichkeit berechnen. Hierzu werden die LR miteinander multipliziert (LR+ der vorhandenen Parameter, LR– der nicht vorhandenen Parameter) und aus dem resultierenden LR-Produkt lässt sich die Krankheitswahrscheinlichkeit berechnen (Abbildung 4) [17], wenn man von einer sogenannten Prä-Testwahrscheinlichkeit von 5% ausgeht, dass bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen eine axiale SpA vorliegt [5]. Beispielsweise ergibt sich beim Patienten mit entzündlichem Rückenschmerz, gutem Ansprechen des Rückenschmerzes auf NSAR und HLA-B27-Positivität folgendes LR-Produkt = 3,1 x 5,1 x 9,0 = 142,3. Die SpA-Wahrscheinlichkeit ist entsprechend der Abbildung 4 dann ca. 88%. Sollten beim Patienten auch akute entzündliche Veränderungen in Sakroiliakalgelenken anhand der MRT nachgewiesen sein, erhöht sich das LR-Produkt bis 1280,6 und die SpA-Wahrscheinlichkeit nähert sich 100%.

Kürzlich wurden von der ASAS-Expertenorganisation neue Klassifikationskriterien für die Gesamtgruppe der axialen SpA entwickelt, die dieses Konzept widerspiegeln [2].

Wie können Patienten mit einer möglichen axialen Spondyloarthritis in der täglichen allgemeinmedizinischen Praxis identifiziert werden?

Der chronische Rückenschmerz stellt eine der häufigsten Diagnosen in der täglichen allgemeinmedizinischen Praxis dar. Von daher ist es eine Herausforderung, bei der großen Anzahl von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen auch an eine mögliche entzündliche Ursache zu denken. Frühere Untersuchungen konnten zeigen, dass ca. jeder 20. Patient mit chronischen Rückenschmerzen an einer Spondyloarthritis leidet.

In der täglichen allgemeinmedizinischen Praxis braucht man daher ein relativ einfaches Vorgehen, um Patienten mit einer möglichen Diagnose einer AS/SpA schnell zu identifizieren. Solche Parameter dürfen nicht zu kompliziert und nicht zu teuer sein und müssen eine akzeptable Sensitivität und Spezifität haben.

Im Jahre 2005 schlugen wir eine Überweisungsstrategie zur frühzeitigen Identifizierung von Patienten mit Verdacht auf AS/axiale SpA in der allgemeinmedizinisch/orthopädischen Praxis vor (Abbildung 5) [20]. Laut dieser Strategie sollten Patienten mit chronischem (Dauer 3 Monate) Rückenschmerz und Rückenschmerzenbeginn vor dem 45. Lebensjahr an den Rheumatologen überwiesen werden, wenn zumindest einer der folgenden Parameter vorliegt: 1) entzündliche Rückenschmerzen, 2) HLA-B27, 3) Sakroiliitis bei der Bildgebung. Diese Strategie wurde zunächst in Berlin angewendet und die sichere Diagnose einer axialen SpA konnte bei 45% von 350 überwiesenen Patienten gestellt werden; davon hatten ca. 50% keine röntgenologische Sakroiliitis und erfüllten damit die Kriterien einer nicht-röntgenologischen axialen SpA [21].

Um diese Strategie zu optimieren und auf nationaler Ebne zu validieren, initiierten wir im Jahr 2007 eine prospektive multizentrische Studie MASTER (Multicenter Ankylosing Spondylitis survey Trial to Evaluate and compare Referral parameters in early spondyloarthritis). Orthopäden und Hausärzte aus zwölf Bundesländern Deutschlands wurden jeweils zu einer der zwei Überweisungsstrategien randomisiert, um Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zur weiteren diagnostischen Abklärung zum kooperierenden Rheumatologen zu überweisen (als Strategie 1 wurde die oben beschriebene Strategie bezeichnet; Strategie 2 beinhaltete fünf Überweisungsparameter: drei aus der Originalstrategie und zusätzlich eine positive SpA-Familienanamnese und ein gutes Ansprechen auf NSAR, wobei mindestens zwei davon positiv sein mussten). Bei insgesamt 560 Patienten konnte das gute Ergebnis der ersten Berliner Untersuchung bestätigt werden. Die definitive Diagnose einer axialen SpA wurde in 42% der per Strategie 1 überwiesenen Fälle gestellt. Im Vergleich dazu war die Diagnosestellung einer axialen SpA bei 37% der Patienten aus der Strategie 2-Gruppe möglich [22]. Somit konnte gezeigt werden, dass beide evaluierten Überweisungsstrategien vergleichbar gut geeignet sind für die Identifizierung der Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit einer axialen SpA. Für die praktische Umsetzung in der allgemeinmedizinischen und hausärztlichen Praxis empfehlen wir jedoch die einfachere und etwas effektivere Strategie mit drei Parametern (Abbildung 5).

Schlussfolgerung

Früherkennungsstrategien zur Identifizierung von Patienten mit axialer Spondyloarthritis sind vorhanden und haben sich als effektiv erwiesen. Eine Frühdiagnose der entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung (axiale Spondyloarthritis) ist bei diesen jungen Patienten erforderlich, um eine effektive Therapie frühzeitig einleiten zu können.

Interessenkonflikte: keine angegeben

Korrespondenzadresse

Dr. Denis Poddubnyy

Med. Klinik I, Rheumatologie

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Campus Benjamin Franklin

Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin

Tel.: 030 8445–4414

Fax: 030 8445–4149

E-Mail: denis.poddubnyy@charite.de

Literatur

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3. Rudwaleit M, van der Heijde D, Landewe R et al. The Assessment of SpondyloArthritis International Society classification criteria for peripheral spondyloarthritis and for spondyloarthritis in general. Ann Rheum Dis 2011; 70: 25–31

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20. Sieper J, Rudwaleit M. Early referral recommendations for ankylosing spondylitis (including pre-radiographic and radiographic forms) in primary care. Ann Rheum Dis 2005; 64: 659–63

21. Brandt HC, Spiller I, Song IH et al. Performance of referral recommendations in patients with chronic back pain and suspected axial spondyloarthritis. Ann Rheum Dis 2007; 66: 1479–84

22. Poddubnyy D, Vahldiek JL, Spiller I et al. Screening for axial spondyloarthritis in a primary care: comparison of two strategies in a multicenter prospective study. Arthritis Rheum 2010; 62(Suppl): S915

Abbildungen:

Abbildung 1 Zusammenfassung der ASAS/EULAR-Empfehlungen für die Behandlung der ankylosierenden Spondylitis [modifiziert aus: Zochling J et al. Ann Rheum Dis 2006; 65: 442–52].

Abbildung 2a, b Röntgenbild vom Becken (a) und MRT der Sakroiliakalgelenken in der STIR-Sequenz (b) eines 28-jährigen Patienten mit entzündlichem Rückenschmerz seit 2 Jahren. Das Röntgenbild zeigt keine definitive Sakroiliitis. Das MRT-Bild zeigt jedoch eine akute Sakroiliitis links (akute Entzündung des Sakroiliakalgelenkes kommt in dieser MRT-Sequenz weiß zur Darstellung – Pfeile). Diagnose: nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis.

Abbildung 3 Für die Diagnosestellung charakteristische Parameter der Spondyloarthritiden [modifiziert aus: ASAS Slide Library www.asas-group.org] BSG = Blutsenkungsgeschwindigkeit; CRP = C-reaktives Protein; NSAR = nicht-steroidales Antirheumatikum; SpA = Spondyloarthritis.

Abbildung 4 Abhängigkeit der SpA-Wahrscheinlichkeit von dem resultierenden LR-Produkt. Hier wurde eine 5% (Prätest-)Wahrscheinlichkeit angenommen, dass ein Patient mit chronischem Rückenschmerz eine Spondyloarthritis hat [modifiziert aus: Rudwaleit M et al. Ann Rheum Dis. 2006; 65: 1251–2]. LR = Likelihood Ratio; SpA = Spondyloarthritis.

Abbildung 5 Strategie zur Identifizierung von Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit einer AS/axialen SpA in der Allgemeinpraxis [modifiziert aus: Sieper J et al. Ann Rheum Dis 2005; 64: 659–63].

Tabelle 1 Typische Merkmale des entzündlichen Rückenschmerzes.

Tabelle 2 Sensitivitäten, Spezifitäten und Likelihood Ratios einzelner Parameter, die für die Frühdiagnose der ankylosierenden Spondylitis und axialen Spondyloarthritis relevant sind.

1 Rheumatologie, Med. Klinik I, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Berlin

2 Rheumaklinik, Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, Hagen

Peer reviewed article eingereicht: 22.03.2011, akzeptiert: 29.04.2011

DOI 10.3238/zfa.2011.0317


(Stand: 29.05.2015)

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