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DEGAM begrüßt zweiten Jahrgang der Nachwuchsakademie

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Ob sie wirklich die zukünftigen Hausärztinnen und Hausärzte sind, kann niemand mit letzter Gewissheit sagen. Doch was sie alle eint, ist ihr großes Interesse an der Allgemeinmedizin – und darum geht es auch erst einmal. Aus diesem Grund freut sich die DEGAM – allen voran die Sektion Studium und Hochschule – ganz besonders über den Start des zweiten Jahrgangs der Nachwuchsakademie. Im Rahmen eines Klausurwochenendes kamen die zwölf hochmotivierten Studierenden das erste Mal zusammen, parallel startete außerdem der erste Jahrgang in sein zweites Förderjahr. Für die neue Kohorte sind Prof. Antje Bergmann und Dr. Maren Ehrhardt verantwortlich, die Betreuung des „alten“ Jahrgangs bleibt über die gesamte Förderdauer bei Prof. Jean-François Chenot, Dr. Anne Simmenroth-Nayda und Dr. Armin Mainz, allesamt Mitglieder im DEGAM-Präsidium.

Mit Seminaren, Mentoren und Möglichkeiten zur Vernetzung begleitet die DEGAM die Studierenden über insgesamt drei Jahre und ermöglicht so einen frühzeitigen Kontakt zur wissenschaftlichen Allgemeinmedizin. Das gemeinsame Klausurwochenende ist ein zentraler Baustein dieser Strategie. „Mir erscheint vor allem das hier gebildete Netzwerk hilfreich“, erklärte Florian Pyschny aus Kiel einen Beweggrund für seine Bewerbung. Für die neue Kohorte ging es zunächst um eine Heranführung an das Themenfeld: So standen zum Beispiel der „Karriereweg Allgemeinmedizin“ und ein Vortrag vom Vorstandsmitglied des Deutschen Hausärzteverbandes, Wolfgang Meunier, auf dem Programm. Der Deutsche Hausärzteverband unterstützt die Nachwuchsakademie genauso wie auch die Gesellschaft der Hochschullehrer für Allgemeinmedizin (GHA). Für das nächste Treffen auf dem DEGAM-Jahreskongress im September bereiten die Studierenden nun ein gemeinsames Poster vor.

Der erste Jahrgang bemüht sich hingegen aktiv um die Verbesserung des Images der Allgemeinmedizin in der Studentenschaft. „Die Lust auf die Allgemeinmedizin geht irgendwo im Studium verloren. Wir wollen die Vorurteile gegen das Fach sammeln und in der Kommunikation von Student zu Student damit aufräumen“, erklärt Angela Braun die Initiative. Ziel ist es, daraus einen Vortrag zu entwickeln, der dann auf verschiedenen universitären Veranstaltungen gehalten werden kann. Die DEGAM freut sich über dieses Engagement, das hilft, die Allgemeinmedizin an den Universitäten weiter in den Fokus zu rücken.

Eine einmalige Gelegenheit bot sich den Studierenden am Klausurwochenende ebenfalls. DEGAM-Präsident Prof. Ferdinand M. Gerlach stand in einer Diskussionsrunde Rede und Antwort. So erklärte er zum Beispiel das Modell der DEGAM-Verbundweiterbildungplus, erläuterte in seiner Funktion als Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen aber auch gesundheitspolitische Fragestellungen. „Es ist eine Freude, die Begeisterung der hochmotivierten, jungen Studierenden zu spüren und absolut erfrischend, mit ihnen über die Zukunft des Gesundheitswesens zu diskutieren. Das Interesse ist beeindruckend und auch ich habe etwas gelernt“, erklärte Prof. Gerlach enthusiastisch und fügte hinzu: „Der Nachwuchs ist unsere Zukunft: Die DEGAM-Nachwuchsakademie ist für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung und der Entschluss zur gezielten Förderung unseres Nachwuchses war goldrichtig.“ Und deshalb geht es im Herbst weiter – mit der Bewerbungsphase für den dritten Jahrgang.

Abbildungen:

Beide Jahrgänge der DEGAM-Nachwuchsakademie mit Betreuern


(Stand: 29.05.2015)

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