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Über das „Karriereende“ von Politikern

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Wenn sich Politiker nach Ende ihrer Karriere als Berater eines Unternehmens verdingen, sprechen nicht wenige Angehörige dieses Berufes vom „fruchtbaren Austausch zwischen Politik und Wirtschaft“. Bei solchen Sprüchen fallen mir üblicherweise Namen wie Martin Bangemann oder Günther Verheugen ein, um nur einige wenige zu nennen.

Kurt Beck war 18 Jahre lang „Landesvater“ von Rheinland-Pfalz und trat im Januar 2013 aus (wie es offiziell hieß) gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.

Wie das aber so ist mit den gesundheitlichen Gründen, die verbleibende Kraft reicht oft noch für durchaus lukrative Jobs. So leitet Beck nicht nur die Friedrich-Ebert-Stiftung, sondern sitzt auch noch dem Verwaltungsrat des ZDF vor. Das alleine füllt den Mann aber offensichtlich nicht ganz aus: Er berät nun auch die Firma Boehringer-Ingelheim ... in strategischen Angelegenheiten, wie Susanne Höll von der Süddeutschen Zeitung vernahm. Nun weisen ihn seine Erfahrungen in der sog. Nürburgaffäre oder der Pleite am Flughafen Hahn, die bei seinem Rücktritt selbstverständlich keine Rolle spielten, als profunden Wirtschaftsfachmann aus ...

Die Karenzzeit zwischen dem Ausscheiden als Ministerpräsident und der Aufnahme des Beraterjobs betrug exakt sechs Monate. Für Bundesminister fordert seine Partei 18 Monate Wartezeit, aber ein Ministerpräsident ist ja doch was ganz anderes, versteht sich ...

www.sueddeutsche.de/politik/nach-der-politischen-karriere-kurt-beck-beraet-pharmariesen-1.1792003

Foto: fotolia/grandeduc


(Stand: 13.05.2015)

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