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Palliativausflüge – eine Möglichkeit der Integration von Palliativpatienten in unsere Gesellschaft

DOI: 10.3238/zfa.2018.0320-0324

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Ursula Vehling-Kaiser, Ulrich Kaiser, Ana Hoffmann, Felix Kaiser, Tanja Kraus, Daniela Utke, Florian Kaiser

Schlüsselwörter: Palliativpatient Patientenzufriedenheit beaufsichtigte Ausflüge sektorenübergreifende Zusammenarbeit

Hintergrund: Schwerkranke Patienten sind häufig von sozialer Isolation betroffen, die zur Verminderung der Lebensqualität führt. Obwohl positive Daten aus dem Bereich adventure therapy für vor allem jugendliche Krebspatienten vorliegen, existieren für Palliativpatienten kaum derartige Angebote. Das Onkologisch-Palliativmedizinische Netzwerk Landshut greift dieses Problem mit dem Projekt „Integration von Tumorpatienten in unsere Gesellschaft“ auf.

Methoden: Im Rahmen von organisierten und fachlich betreuten Ausflügen wird schwerkranken Palliativpatienten die Möglichkeit der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben geboten. Mithilfe eines eigens entwickelten Evaluationsbogens wurden nach jedem Ausflug alle Teilnehmer zu den Bereichen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, Bedeutung der Ausflüge, Einschätzung zur Betreuung und Einfluss auf die Lebensqualität befragt. Da einige Patienten an mehreren Ausflügen teilnahmen, ist die Zahl der Befragten höher als die der Patienten. Zusätzlich gaben zwei Patienten Kurz-Statements zu den Ausflügen ab.

Ergebnisse: Innerhalb von zwei Jahren nahmen 101 Patienten, d.h. durchschnittlich 29 % der zu Ausflügen eingeladenen Patienten, im Schnitt 2,4-mal an insgesamt 11 Ausflügen teil. 232 Evaluationsbögen wurden korrekt ausgefüllt und konnten ausgewertet werden. 93,1 % der Befragten gaben eine Verbesserung von Lebensqualität und Lebensfreude an, 93,5 % maßen der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben eine große Bedeutung zu.

Schlussfolgerungen: Wie Evaluationsbögen und Kurz-Statements zeigten, konnte bei fast allen Patienten eine Steigerung von Lebensqualität und Lebensfreude erreicht werden. Damit stellen organisierte Ausflüge ein neues Beschäftigungsinstrument in der palliativen Versorgung schwerkranker Patienten dar.

1 Onkologisch-Palliativmedizinisches Netzwerk Landshut 2 VK&K Studien GbR Landshut 3 Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Hämatologie und Onkologie Peer-reviewed article eingereicht: 06.04.2018, akzeptiert: 17.05.2018 DOI 10.3238/zfa.2018.0320–0324

„Unter Gesundheit verstehe ich nicht Freisein von Beeinträchtigungen, sondern die Kraft mit ihnen zu leben.“

Johann Wolfgang von Goethe

Hintergrund

Die Würde des Menschen, auch die des Palliativpatienten, ist unantastbar und wird durch das...


(Stand: 16.07.2018)

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