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Erfahrungen aus einem universitären Programm zur strukturierten Weiterbildung im Fachgebiet Allgemeinmedizin

DOI: 10.3238/zfa.2018.0313-0319

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Florian Wolf, Michael H. Freitag, Konrad Schmidt, Sven Schulz, Horst Christian Vollmar, Jochen Gensichen

Schlüsselwörter: Allgemeinmedizin Evaluation Rotationsprogramm Weiterbildung klinischer Wissenschaftler

Hintergrund: Die strukturierte Weiterbildung Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena besteht seit 2009 und möchte zukünftige Führungskräfte in der Allgemeinmedizin fördern. Zusätzlich zur klinischen Weiterbildung an einem Universitätsklinikum und bei kooperierenden, niedergelassenen Hausärzten erwerben die Teilnehmer Kompetenzen in Führungstechnik, Management, Ökonomie, Umgang mit Medien, allgemeinmedizinischer Lehre und wissenschaftlichem Arbeiten („Heilen, Führen, Gestalten“).

Methoden: Das Programm wurde zweizeitig in den Jahren 2014 und 2017 evaluiert, um konzeptionelle und praktische Hinweise zur Optimierung des bestehenden Programms bzw. zum Aufbau analoger Programme an anderen Einrichtungen zu erhalten. Dazu wurden alle 21 Ärztinnen und Ärzte angeschrieben, die bislang am Programm teilgenommen haben, und zur Praktikabilität und ihrer Zufriedenheit befragt. Erhoben wurden administrative Basisdaten sowie die Bewertung von Durchführbarkeit und Zufriedenheit.

Ergebnisse: 16 Fragebögen konnten ausgewertet werden. Die Programmteilnehmer zeigten sich überwiegend zufrieden mit dem Konzept, der Wahl und Koordination der einzelnen Rotationsplätze und dem vereinfachten Zugang zu Lehre und Forschung. In Publikationen, Vorträgen und Präsentationen sowie auf akademischen Veranstaltungen konnten die Programmteilnehmer ihre erworbenen Kompetenzen darstellen. Die Befragten sehen Verbesserungsmöglichkeiten insbesondere in der Strukturierung der regelmäßigen klinischen Weiterbildungstage bzw. der klinischen Projektphase im Institut für Allgemeinmedizin, bei der Vertragssituation sowie bei der Anleitung durch die Weiterbilder der klinischen Rotationen.

Schlussfolgerungen: Die besondere Zielsetzung des Programms, neben klinischen auch Kompetenzen in den Bereichen Wissenschaft, Lehre und Management zu vermitteln, wird zwar erreicht, ist aber ausbaufähig. In Zukunft sollen die persönliche Betreuung in den Forschungsprojekten intensiviert und das Feedback durch die Weiterbilder optimiert werden. Zudem wird das Programm um Kooperationsverträge mit niedergelassenen Hausärzten und eine direkte Einbindung in das Kompetenzzentrum Weiterbildung Thüringen erweitert.

1 Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena 2 Abteilung für Allgemeinmedizin, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 3 Institut für Allgemeinmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin 4 Abteilung für Allgemeinmedizin, Ruhr-Universität Bochum 5 Institut für Allgemeinmedizin, Klinikum der Universität München Peer-reviewed article eingereicht: 19.02.2018, akzeptiert: 12.03.2018 DOI 10.3238/zfa.2018.0313–0319

Hintergrund

Um dem kommenden Bedarf an hausärztlichem Nachwuchs...


(Stand: 16.07.2018)

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