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Stellt Alpha-Liponsäure eine effektive Behandlungsoption bei diabetischer Polyneuropathie dar?

DOI: 10.3238/zfa.2019.0294-0297

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Mahmoud Moussa, Andreas Sönnichsen

Frage

Die diabetische Polyneuropathie ist eine häufige Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Alpha-Liponsäure wird immer wieder für die Behandlung empfohlen. Gibt es belastbare Studienevidenz für deren Effektivität?

Antwort

Die Studienlage ist insgesamt durch mangelhafte Qualität, zu kurze Beobachtungszeiträume, geringe Fallzahlen und das Verwenden von Surrogat-Endpunkten gekennzeichnet. Eine Symptomverbesserung ist in bestimmten Fällen offenbar möglich – qualitativ hochwertige Studien mit entsprechenden Fallzahlen und Laufzeiten wären wünschenswert, um diesen Effekt unter Beweis zu stellen. Ein Therapieversuch bei Versagen der Standardtherapie erscheint zwar gerechtfertigt, eine generelle Empfehlung für Alpha-Liponsäure kann jedoch nicht abgegeben werden.

Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien, Österreich DOI 10.3238/zfa.2019.0294–0297

Hintergrund

Die diabetische Polyneuropathie (DPN) ist eine häufige Komplikation des Diabetes mellitus. Die Prävalenzen werden je nach Setting und Studie mit 8–54 % bei Diabetes mellitus Typ 1 und mit 13–46 % bei Typ 2 angegeben [1]. Eine Neuropathie kann auch das erste Anzeichen eines Typ-2-Diabetes sein oder bereits im Rahmen einer pathologischen...


(Stand: 16.07.2019)

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