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Selen zur Prävention maligner Tumoren

DOI: 10.3238/zfa.2019.0291-0293

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Martin Cichocki, Christopher Perz, Andreas Sönnichsen

Frage

Immer wieder kommen Patienten mit Heilsmeldungen wie „Selen schützt vor Krebs“, die in Zeitschriften und Werbeanzeigen verbreitet werden, in die Praxis. Doch was ist wirklich dran an diesen Behauptungen? Gibt es belastbare Studienevidenz für den Einsatz von Selen-Präparaten zur Prävention maligner Tumoren?

Antwort

Von einer regelmäßigen Supplementierung der Nahrung mit Selen sollte abgeraten werden. Trotz des möglicherweise bestehenden epidemiologischen Zusammenhangs zwischen Selenspiegel und Krebsinzidenz konnte ein positiver Effekt einer Selensupplementierung bisher nicht in qualitativ hochwertigen Studien nachgewiesen werden, weder hinsichtlich der Krebsinzidenz noch hinsichtlich der Mortalität. Möglicherweise begünstigt eine längere Selensupplementierung die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2.

Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich DOI 10.3238/zfa.2019.0291–0293

Hintergrund

Selen spielt gebunden an die Aminosäure Cystein als Selenocystein eine wichtige Rolle im aktiven Zentrum des Selenoproteins Glutathionperoxidase. Diesem Enzym kommt eine wichtige Bedeutung beim Schutz von Zellmembranen und organischen Strukturen vor Oxidantien und Sauerstoffradikalen zu [1]. Freien Radikalen wiederum wird seit den...


(Stand: 16.07.2019)

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