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Spitzentreffen Allgemeinmedizin – „kurz, knapp und zielorientiert“

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Bereits zum vierten Mal trafen sich die Professorinnen und Professoren der allgemeinmedizinischen Lehrstühle an den medizinischen Fakultäten zum „Spitzentreffen Allgemeinmedizin“ – pandemiebedingt in diesem Jahr virtuell. Bis auf wenige Ausnahmen waren fast alle Standorte vertreten und berichteten, welche Themen sie gerade beschäftigen und diskutierten, woran zukünftig gemeinsam gearbeitet werden soll.

Ausgerichtet wurde das Treffen wie gewohnt von der DEGAM, der DESAM sowie der GHA. Nach einer kurzen Begrüßung durch DEGAM-Präsident Prof. Martin Scherer, in der er heraushob, wie besonders ein solches Treffen für die wissenschaftliche Allgemeinmedizin ist, berichteten die Hochschullehrenden von den Themen, die an den jeweiligen Standorten derzeit im Fokus stehen – und spannten dabei einen Bogen vom Umgang mit den Einschränkungen im Studierendenunterreicht durch die COVID-19-Pandemie und den erfolgreichen Best-practice-Austausch untereinander über die Besetzung neuer Professuren bis hin zum Ausbau des Instituts oder der Abteilung sowie die Etablierung von Forschungspraxennetzen.

Allgemeinmedizin und Approbationsordnung

Ein Thema, das alle tangiert und intensiv beschäftigt, ist die Umsetzung der Ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO). Prof. Antje Bergmann und Dr. Maren Ehrhardt (Sektion Studium und Hochschule der DEGAM), Prof. Ferdinand Gerlach (Vorsitzender der DESAM) sowie Dr. Irmgard Steitlein-Böhme (Vorsitzende der GHA) berichteten, dass an dem Thema intensiv gearbeitet werde und dass sich die Organisationen auch bereits öffentlich positioniert hätten, unter anderem mit einer Kostenkalkulation und verschiedenen Stellungnahmen. Bei einem optimalen Verlauf erfolge die Verabschiedung des Plans im Herbst dieses Jahres, woraus eine Umsetzung ab 2025 resultieren würde.

Etablierung von Forschungspraxennetzen

Neben der Ausbildung bildet die allgemeinmedizinische Forschung einen gemeinsamen Arbeitsschwerpunkt. Prof. Ferdinand Gerlach und Dr. Leonor Heinz (Leitung Koordinierungsstelle ForNet) berichteten vom Infrastrukturprojekt ForNet, dem erfolgreichen Aufbau der Koordinierungsstelle in Berlin und betonten die Wichtigkeit der Forschung in Praxen unter Alltagsbedingungen für eine gute Versorgung. Neben der Rekrutierung von Praxen sprachen die Spitzen der Allgemeinmedizin aber auch über die zentrale Aufgabe der Ausbildung von akademischem Nachwuchs. Die zunehmende Professionalisierung des Fachs und die fortschreitende Institutionalisierung schafften einen Bedarf, der künftig dann gedeckt werden könne, wenn Beratung und Entwicklung verstärkt in den Fokus der Institutsleitungen rücken.

Weitere Themen waren die bessere Nutzung von Schnittstellen zwischen den Organisationen und Instituten, die DEGAM-Schwerpunkte Digitalisierung und Klimawandel sowie die weitere Etablierung des Spitzentreffens. So zeigte sich einmal mehr, wie wichtig der regelmäßige Austausch ist. Auch wenn es in diesem Jahr nur virtuell möglich war, so konnte man doch von einem intensiven und erfolgreichen Spitzentreffen sprechen – oder, wie Irmgard Streitlein-Böhme es in ihrem Schlusswort zusammenfasste: „kurz, knapp und zielorientiert“.


(Stand: 05.07.2021)

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