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40 Jahre DEGAM: Allgemeinmedizin an der Hochschule: Ist-Zustand und Ausblick

DOI: 10.1055/s-2006-942189

40 Jahre DEGAM: Allgemeinmedizin an der Hochschule: Ist-Zustand und Ausblick

E. Baum W. Niebling 40 Jahre DEGAM: Allgemeinmedizin an der Hochschule: Ist-Zustand und Ausblick 40 Years DEGAM: General Practice at German Universities – Present State and Perspective DEGAM-Nachrichten Obwohl seit mehr als einem Jahrhundert ein erheblicher Teil der ärztlichen Versorgung in Deutschland von Hausärzten erbracht wurde und wird, gehört dieses Fach zu den Newcomern an deutschen Universitäten und kämpft dort vielfach um seine Anerkennung. Die Finanzkrise der öffentlichen Hand bremste den Expansionsprozess an den Hochschulen empfindlich: der in vielen anderen Ländern inzwischen unbestrittene Platz der Allgemeinmedizin an den Universitäten wird in Deutschland an vielen Stellen auf ein Minimum reduziert, um Ressourcen für die etablierten und Mode-Fächer zu erhalten. Andererseits hat die Gesundheitspolitik erkannt, dass eine starke Allgemeinmedizin kosteneffektiv die medizinische Basisversorgung der Bevölkerung sichert und daher bei der chronischen Finanznot der gesetzlichen Krankenversicherung unverzichtbar ist. Daher wurde die Allgemeinmedizin mit der jetzt gültigen Approbationsordnung weiter gestärkt und durch das zusätzliche Blockpraktikum sowie die Möglichkeit des PJ in der Allgemeinarztpraxis zu einem Kernfach in der Medizinerausbildung. teren Hochschulen die Allgemeinmedizin derzeit durch mindestens eine halbe C3-Professur vertreten. In Aachen ist die Neubesetzung der C3-äquivalenten Stelle noch unklar und in Kiel ist eine C3-Stiftungsprofesur zunächst ausgeschrieben worden, wird nun aber doch nicht eingerichtet. Jena und Witten-Herdecke haben eine Professur ausgeschrieben, Rostock plant eine entsprechende Ausschreibung, wobei sich in Mecklenburg-Vorpommern die KV im Rahmen einer Stiftung engagiert. An 4 Hochschulen mit C3/4-Professuren gibt es auch C1-Stellen, darunter eine Juniorprofessur, ein Standort hat neben der Professur keine weiteren BAT-Stellen. 12 Universitäten haben 1/2 bis 3 BAT-Stellen ohne ordentliche Professur, die übrigen Standorte müssen praktisch ohne wissenschaftliche Stellen an der Universität auskommen. An 10 Universitäten gibt es Honorar- oder aplProfessuren, davon 3 ohne wissenschaftliche Stellen. 11 Standorte haben weniger als 1/2 Sekretariatsstelle zur Verfügung und 7 haben keinen eigenen und für die Allgemeinmedizin exklusiv zu nutzenden Raum. Die detaillierte Aufstellung ist Tab. 1 zu entnehmen. Hinzu kommen etwa 650 bezahlte sowie 280 unbezahlte Lehraufträge und ca. 3700 Lehrpraxen in der Bundesrepublik Deutschland. An 9 Hochschulstandorten gibt es Drittmittelstellen (s. Tab. 2). Die Sachetats sind höchst unterschiedlich, ebenso Drittmitteleinwerbungen, wobei die Abteilungen mit ausreichender Infrastruktur sehr erfolgreich waren und bis zu 4 Mio. e seit 2000 am jeweiligen Standort verbuchen konnten. Auch der Umfang der Lehre ist sehr unterschiedlich: Das Blockpraktikum wird an der überwiegenden Mehrzahl der Standorte 415 Jetziger Stand Von den 36 Standorten haben 5 eine ganze C4-Professur. Die Professur am Benjamin-Franklin-Klinikum in Berlin ist nach Ausscheiden von Prof. Mitznegg und Zusammenlegung der beiden Berliner Universitäten nicht neu besetzt worden, die universitätseigene Hausarzt-Praxis wird dort vorerst durch die bisherige C1-Stelleninhaberin fortgeführt. Außerdem wird an 8 wei- Institutsangaben Abt. Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin, Biebertal Korrespondenzadresse Prof. Dr. Erika Baum · Abt. Allgemeinmedizin · Präventive und Rehabilitative Medizin · Dresdener Straße 34 · 35444 Biebertal · E-mail: Baum0640092007@t-online.de Bibliografie Z Allg Med 2006; 82: 415–419 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York DOI 10.1055/s-2006-942189 ISSN 0014-336251 Tab. 1 Grundausstattung Allgemeinmedizin Stand 15.7.2006 Ort Bezeichnung C4/W3 C3/W2 C1/W1 BAT Hon.Prof. 2 SekretärIn u. ä. Studynurse 2 × 0,5 1,25 zugesagt 1 1 0,5 0,5 Abteilung Lehrauftrag Lehrgebiet Institut Lehrbereich Lehrbereich Abteilung Funktionsber. AM im Inst. Comm. Med. Institut Institut Abteilung Abteilung Lehrbereich keine Institut Sektion 1 geplant 1 vakant 2 × 0,5 0,5 Lehrauftrag Institut Abteilung Lehrbereich Abteilung Lehrbereich Lehr- und Arbeitsber. Arbeitsber. Projekt Lehrbereich Lehrbereich Abteilung Lehrbereich Lehrbereich 0,5 0,5 1 2,5 2 1/4 0,5 1 wiss./stud. Hilfskräfte 4 h/Wo. 160 h/Mo. 3 7,5 h/Wo. Aachen Berlin Bochum Bonn Dresden Düsseldorf Erlangen Essen Frankfurt Freiburg Gießen Göttingen Greifswald Lehrgebiet Institut Abteilung Lehrbereich 1 vakant 2 × 0,5 1: Uni-Pr. 5 2+2 f. Lehre 1 1 3 1,5 16 h/Wo. 416 DEGAM-Nachrichten 3 1 1 2,5 1 0,75 1 4 1 (67 %) 2 1 3,1 3 7 40 h/Mo. 1 1 0,5 1 4 Halle Hamburg Hannover Heidelberg Homburg Jena Kiel Köln* Leipzig Lübeck Magdeburg Mainz Mannheim Marburg LMU München TU München Münster Regensburg Rostock Tübingen Ulm Witten-Herdecke Würzburg 0,5 1 1 1 1 1 3,5 5 1,5 2 apl. 0,5 1,25 2 1,5 160 h/Mo. auf Antrag 2 2 SWS 1 0,5 2 1 1 400 e 0,5 5 1 3 (ges. 50 h/Woche) 0,2 6 19 h/Wo. 0,5 1,5 2 × 0,5 1 1 1 1 3 × 1/4 1 2 0,5 1 auf Stundenbasis 10 h/Wo. 1 0,6 1 0,5 1/5-Stelle 12 h/Wo. /2 * Angaben aus 2004; Uni-Pr. = universitätseigene Praxis; Stellen bedeuten Vollzeitäquivalente im Umfang von 1–2 Wochen angeboten. Der Umfang des Seminars Allgemeinmedizin variiert zwischen 1 und 9 Semesterwochenstunden, an vielen Hochschulen ist die Allgemeinmedizin darüber hinaus an weiteren Lehrveranstaltungen beteiligt oder koordiniert diese. Details sind Tab. 3 zu entnehmen. Baum E, Niebling W. Allgemeinmedizin an der … Z Allg Med 2006; 82: 415 – 419 Das PJ in der Allgemeinarztpraxis kommt allerdings mangels ausreichender Finanzierung sehr schwer in Gang. Wir werden sehen, ob der Bericht der Bund-Länder-Kommission zur Qualifizierung der Allgemeinmedizin, der von allen Gesundheitsministerien in Deutschland einstimmig angenommen wurde und die Tab. 2 Lehraufträge/-Praxen mit Drittmittelstellen Ort Lehrpraxen 50 78 + 170/R 164 60 49 70 40 200 80 138 70 120 51 70 75 186 200 130 173 50 112 ?? 55 120 113 20 85 220 121 90 38 46 194 155 120 43 4 1 3 alle 6 1 3 8 10 1 14 4 6 1 1 3 4 3 1 Lehrbeauftragte bezahlt 5 185 18 8 1 20 4 10 28 5 1 1 11 unbez. Drittmittelstellen wiss. nichtwiss. Aachen Berlin Bochum Bonn Dresden Düsseldorf Erlangen Essen Frankfurt Freiburg Gießen Göttingen Greifswald Halle Hamburg Hannover Heidelberg Homburg Jena Kiel Köln Leipzig Lübeck Magdeburg Mainz Mannheim Marburg LMU München TU München Münster Regensburg Rostock Tübingen Ulm WittenHerdecke Würzburg 2 × 0,5 0,5 3 1 atypisch. Durch die obligate Tätigkeit in Hausarztpraxen – also in aller Regel außerhalb der Universität – gibt es hier Sollbruchstellen, die aber den Horizont erweitern und auch für die Hochschule wichtige Aspekte einbringen. Grob gesagt gibt es bisher zwei Zugangswege zur Hochschulkarriere für Hausärzte: Zunächst der Weg über eine meist breite klinische und außerklinische Weiterbildung und Niederlassung in der Hausarztpraxis, um dann über Lehraufträge und Qualifizierungsmaßnahmen Anschluss an die Hochschule zu bekommen. Hilfreich sind hier die regelmäßigen Didaktikseminare und Tagungen der Gesellschaft der Hochschullehrer in der Allgemeinmedizin sowie der Professionalisierungskurs und Forschungskurse der DEGAM sowie weitere nationale oder internationale Forschungs- und Didaktikkurse oder berufsbegleitendes Studium. Der zweite Weg setzt an der Universität selbst an: Zunehmend werden auch universitäre Führungspositionen von unserem „Mittelbau“ übernommen. Dies sind Allgemeinmediziner, die im Laufe oder nach Abschluss ihrer Weiterbildung eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle in den wenigen allgemeinmedizinischen Abteilungen oder universitären Einrichtungen eingenommen haben. Dies geschah erstmals 1988, danach war mehr als 10 Jahre Pause für diesen Karriereweg. Heute haben wir an 8 Hochschulen in Deutschland und einer in Österreich C3-/4-Professoren/innen und eine Juniorprofessorin, die aus dem Mittelbau heraus diese Position erreicht haben, wobei einmal ein Sozialmediziner aus dem Ausland diese Position innehat. Sie kommen ansonsten aus den Abteilungen in Berlin, Düsseldorf, Gießen (als dort die Professur noch entsprechend besetzt war), Göttingen, Hannover und Marburg. Darüber hinaus haben wissenschaftliche Mitarbeiter aus Hamburg und Ulm vordere Listenplatzierungen erreicht. DEGAM-Nachrichten 6,6 1 2 /4 13 1 2 84 17 11 6 3 8 3 40 1 0 6 3 3,5 1,25 9,8 60 h/Mo. 2 417 /2 Ausblick Insgesamt hat die Allgemeinmedizin an den Hochschulen unseres Landes eine positive Entwicklung zu verzeichnen, die aber gemessen an der Bedeutung des Faches immer noch sehr bescheiden ist. Es ist bei den etablierten Strukturen der Universitäten oft sehr schwer zu vermitteln, dass man besser mit als an der Allgemeinmedizin spart. Das Ansehen unseres Faches ist aber innerhalb und außerhalb der Hochschulen bezogen auf Forschung und Lehre deutlich gestiegen. Dies gilt es, durch gute Leistungen und zukunftsweisende Projekte weiter auszubauen. Die Allgemeinmedizin kann einen anerkannten Platz innerhalb der Universität nur dann langfristig absichern, wenn sie über eine solide wissenschaftliche Basis verfügt. In der Lehre fallen wir häufig durch unser besonderes Engagement und fortschrittliche Didaktik auf. Dies wird von den Studierenden, aber zunehmend auch den Studiendekanaten anerkannt. GHA und die Sektion Studium und Hochschule der DEGAM wollen hier gemeinsam und sich gegenseitig ergänzend Hilfestellung leisten. Wir brauchen an jedem Standort eine sinnvolle Mischung von mehr an der Hochschule engagierten und überwiegend in der Hausarztpraxis tätigen Kollegen. In Kopenhagen z. B. sind die universitäre Abteilung für Allgemeinmedizin, eine hausärztliche Lehrpraxis, eine durch die Sozialversicherung finanzierte allgemeinmedizinische Forschungseinrichtung und die Gewerkschaft der Hausärzte in einem Haus untergebracht und kooperieren äußerst erfolgreich miteinander. Baum E, Niebling W. Allgemeinmedizin an der … Z Allg Med 2006; 82: 415 – 419 R: Reformstudiengang Resolution des Deutschen Ärztetages 2006 sowie weitere Initiativen hier eine Verbesserung bewirken werden. Karrierewege Wie schon im Beitrag von E. Hummers-Pradier angedeutet, verlaufen Hochschulkarrieren von Allgemeinmedizinern in der Regel Tab. 3 Räume, Finanzen, Lehre Ort eigene Räume 2 12 (Sach-) etat e/J 18 000 42 133 1,7 Mio. e Drittmittel seit 2000 Honorar Lehrpraxen 25 e/Tag 200 e/Block Unterrichtsveranstaltungen und Umfang 1 Wo. BP, Seminar 1,5 SWS Querschn. 3 SWS BP 1 Wo. (1 SWS), Seminar AM 2,5 SWS Besonderheiten Aachen Berlin bei BAT mitgezählt: 2,5 Rotationsass., 1,5 SWS klin. Med. Praxistag, POL, inter-disz. Unters.-kurs, Gesprächsführung. Fortführung univ. Praxis BF-Klinikum Beteil. Unters.-kurs, R: versch. Module + 2 Wo. Praxishospitation/Sem. Bochum 6 20 000 550/Block PJ ca 450 e/Monat 7 500 e 25 e/Tag 50 e/Tag für BP 1,5 Mio e 160 e/Wo. 30 e/Tag BP 2 Wo, Seminar AM 2 SWS, Querschn. 4 SWS BP 1 Wo., Seminar 2 SWS in 7 Gr., Querschn. 1,5 SWS BP 1 Wo, Seminar in DIPOL integriert (POL), Querschn. 2 SWS BP 2 Wo., Seminar 2 SWS, VL 1 SWS, Querschn. 4 SWS BP 1 Wo., Seminar 1 SWS BP 2 Wo., Seminar AM 1 SWS, Querschn. 4 SWS BP 1 Woche, Seminar AM 6 SWS, VL 2 SWS, Querschn. 10 SWS BP 3 Wo., Seminar 2 SWS BP 2 Wochen Seminar AM 3 SWS BP 2 Wo., Seminar 2 SWS, Querschn. 1,5 SWS, (Leitung Q 7) BP 1 Wo., Seminar AM 2 SWS, Querschn. 2,5 SWS BP 2 Wo., Seminar 1,5 SWS in 8 Gruppen, 1 SWS VL im SS, Querschn. 1/3 SWS VL, 1/3 SWS Seminar in 8 Gr. BP 1 Wo., Seminar 9 SWS Querschn. 7 SWS, interdisz. 2,5 SWS insges. BP 2 Wo., Seminar 2 SWS Querschnitt 3 h BP 1 Wo., Seminar 2 SWS × 10 Gr., Querschn. 2 SWS in 5 Gr., VL 0,5 SWS BP 1 Wo., VL 2 SWS Seminar AM 1 SWS BP 2 Wo., Seminar 0 SWS BP 2 Wochen, VL 2 SWS BP 2 Wo., Seminar 2 SWS BP? Wo., Seminar ? SWS Querschn. ?? BP 1 Wo., Seminar 2 SWS. Querschn. 1 SWS BP 3 Wo., Seminar 0,5 SWS in 5 Gr., 1 SWS VL im WS Querschnitt 1,5 SWS VL, 2,5 SWS Seminar Bonn Dresden Düsseldorf Erlangen Essen 1 1 14 gel. Invest. ca. 5 000 10 000 418 Halle 3 7 000 40 000 e/ Jahr ges. DEGAM-Nachrichten integriert in Med. Poliklinik. Wahlpflicht Homöopathie 3 SWS 5 25 e/ Tag vorkl. 2,5 SWS, integr. Sem. 1,5 SWS, Wahlfach 7 SWS Management 2/3 SWS vorkl. 4 SWS, Wahlpflicht 8 SWS, PJ 15 Plätze Frankfurt Freiburg Gießen Göttingen 25 4 3 20 51 000 7 500 3 424 40 000 1,7 Mio. e seit 2004 324 194 e – 4 Mio. e 25 e/Tag 25 e/Tag 25 e/Tag 28,50/h 25 e/Tag Leitung Modul ärztliche Basisfähigkeiten: 16 SWS, interdisz. 1 SWS 1 AM-Weiterbildungsassistent, mind. 0,5 Tag/Wo. für Forschungstät. Wahlfach 1 SWS PJ 5 Plätze in 2006 (Etat 10 000 e) Vorklinik (Berufsfeld, Einf. klin. Med.) 3 SWS Organistationsaufgaben Vorkl.Wahlf. 2 SWS für 50 %, Koord. Vorkl.-Kurs, 2 SWS DDT, 5 PJ-Plätze: 2 500 e/Tag Vorklinik 4 Praxistage und 7 Begleitseminare in 12 Gr. Greifswald 3 400 e/Woche Hamburg 15 10 000 1,4 Mio. e 75 e/Tag Hannover 7 28 000 ca. 300 000 e seit 2005 3,5 Mio. e seit 1.7.01 0 42 e/Tag Heidelberg 19 15 000 25 e/Tag VK, 40 e/Tag BP 0 260 e/Block 25 e/Tag 25 e/Tag 50 e/Tag Homburg Jena Kiel Köln Leipzig Lübeck Magdeburg ? 0 1 5 0 nach Bedarf bis 30 000 4 000 Berufung C3 läuft Ausschreibung C3 nicht zurückgenommen Modellstudiengang Professur für 5 Jahre Wahlfach AM in Klinik und Vorklinik, 2 SWS Homöopathie 10 000 e/J pro Lehrbeauftr. 10 PJ-Pl /J Wahlfach 4 SWS 5 PJ-Plätze (10 000 e) in 2006 6 2 4 16 300 10 000 9 000 40 000 e 25 e/Tag PJ 2 000 e 40 000 e ges./Jahr Baum E, Niebling W. Allgemeinmedizin an der … Z Allg Med 2006; 82: 415 – 419 Tab. 3 Fortsetzung Ort eigene Räume 7 0 14 20 000 1,5 Mio e (Sach-) etat e/J 240 000 Drittmittel seit 2000 Honorar Lehrpraxen 25 e/Tag 25 e/Tag 25 e/Tag Unterrichtsveranstaltungen und Umfang BP 1 SWS, Seminar 2 SWS Querschn. 9 SWS BP 1 Wo., Seminar 2 SWS, Querschn. + VL 0,5 SWS BP 2 Wochen, Seminar 1 SWS, Querschn. 1 SWS × 6 Gruppen, 0,5 SWS VL BP 1 Wo., Seminar 2 SWS BP 1 Wo., VL 1,5 SWS, Querschn. 0,5 SWS BP 1 Wo., Seminar 1 SWS, Querschn. 1 SWS BP 1 Wo., Seminar 1,5 SWS, Querschn. 0,5 SWS BP 5 × 4 h, POL 5 × 2 h, VL 1 SWS, Querschn. 0,3 SWS BP 2 Wo., Seminar 1/3 SWS in 14 Gr., Querschn. 1 SWS BP 1 Woche, Seminar 1 SWS, Querschn. 1 SWS BP 6 × 2 Wo., Seminar 4 × 2 SWS, Querschn. + Sozial-med./Arbeitsmed. 2 SWS BP 2 Wo., Seminar 2 SWS Untersunungs- und EKG-Kurs 0,5 SWS Lehrstuhlausschr. in 1–2 Jahren. KV-Zuschuss für Lehrpraxen: 50 % 10 PJ-Plätze als Pilotprojekt 2 PJ-Praxen mit 6 Plätzen ab Herbst 06 Ausschreibung Lehrstuhl geplant 2 SWS Pharmazeuten, Vorklinik 1 SWS × 12 Gr., Wahlfach 1 SWS Kernfach im Ambu-Kurs 6.–9. Semester Besonderheiten Mainz Mannheim Marburg LMU München TU München Münster Regensburg Rostock 1 1 teils 2 0 1 1 000 8 000 1 000 keinen 4 305 keine 25 e/Tag 25 e/Tag 20 e/Tag BP 5 e/h POL 21 e/h PJ 1 736 e/T 8 000 e 300 000 e 25 e/Tag 25 e/Tag 20 e/Tag DEGAM-Nachrichten Wahlfach 2 SWS Tübingen Ulm WittenHerdecke Würzburg 3 8 2 ca. 10 000 12 000 Anteil Kompetenzzentr. 0 25 e/Tag Sachetat schließt teilweise variable Investitionsmittel ein, aber nicht Vergütung für Lehraufträge und -Praxen. Abkürzungen Comm. Med: Communitiy Medicine, AM: Allgemeinmedizin, BP: Blockpraktikum, VL: Vorlesung, Querschn.: Querschnittsfächer global,. interdis: interdisziplinär, SWS: Semesterwochenstunde (× 14 ergibt Gesamtzahl der Stunden pro Semester), allerdings teils als geleisteter Unterricht, teils als Stundenanzahl pro Studierender zu verstehen, POL: problemorientierter Unterricht, meist Kleingruppen mit Tutorien, DDT: Differenzialdiagnostik/-Therapie, T: Tertial, SS: Sommersemester, WS: Wintersemester. 419 Die Novelle des Vertragsarztrechtes mit der Möglichkeit, Hochschulbedienstete für Allgemeinmedizin in Deutschland auch in gesperrten Bereichen mit einem der dortigen Arbeitszeit entsprechendem Zeit- und Punktebudget einstellen zu können, ist eine weitere Hilfe für die Institutionalisierung der Allgemeinmedizin. Engagement und spezifische Kompetenz sind unsere Stärken, die wir offensiv vertreten sollten. Interessenkonflikte: keine. Literatur 1 Gesundheitsministerkonferenz 2005. Bericht zur Qualifizierung der Allgemeinmedizin unter www.degam.de. Studium.html 2 Deutscher Ärztetag. Beschluss zu: Praktisches Jahr in der Algemeinmedizin. Deutsches Ärzteblatt 2006; 103: A1551 3 Baum E. Ausstattung und Lehre im Fach Allgemeinmedizin an Deutschen Hochschulen. Z Allg Med 2005; 81: 405 – 408 Zur Person Prof. Dr. Erika Baum, seit 1982 Ärztin für Allgemeinmedizin und kontinuierliche Tätigkeit in einer Hausarztpraxis in Biebertal. Gleichzeitig wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Gießen bzw. Marburg, seit 1990 Professur für Allgemeinmedizin Universität Marburg. Baum E, Niebling W. Allgemeinmedizin an der … Z Allg Med 2006; 82: 415 – 419


(Stand: 09.09.2006)

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