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Leitlinie Schlaganfall

DOI: 10.1055/s-2006-942213

Leitlinie Schlaganfall

Leitlinie Schlaganfall DEGAM Practice Guideline for Stroke DEGAM-Leitlinie 404 S. Hensler S. Hoidn K. Jork Zusammenfassung Der Schlaganfall hat durch seine hohe Prävalenz, Mortalität und Folgemorbidität eine hohe Gesundheitsbedeutung und ist ein häufiger Behandlungsanlass in der Allgemeinarztpraxis. Ziel war es, eine Leitlinie für eine hochwertige Versorgung von Schlaganfall-Patienten zu entwickeln, die den hausärztlichen Versorgungsaspekten Rechnung trägt. Die Leitlinie Schlaganfall ist gemäß dem 10-Stufen-Konsensusverfahren der DEGAM entwickelt worden, dabei lag die Betonung auf Evidenzbasierung und Praktikabilität. Die hausärztliche Versorgung von Schlaganfall-Patienten betrifft in der Akutphase die Entscheidung über eine Krankenhauseinweisung und ggfs. Notfallmaßnahmen; in der Postakut-Phase nach erfolgter stationärer Behandlung ist der Auftrag die ambulante rehabilitative Nachsorge und die sekundäre Prävention. Die wesentlichen Empfehlungen der Leitlinie werden kurz vorgestellt. Schlüsselwörter Leitlinie · Schlaganfall · hausärztliche Versorgung Abstract Due to their high prevalence and high rate of mortality and subsequent disablement strokes and the treatment thereof play an important role in general practice. The aim was to set up a guideline for hight quality treatment of stroke patients under the conditions of general practice. It follows the DEGAM 10-step-procedure with special emphasis on evidence-based Medicine and practicability. During the first (initial) phase the general practitioner’s decisions are about immediate hospitalization or – if necessary – emergency treatment. After inpatient treatment the task is to provide for home-based rehabilitation and secondary prevention as follow-up. The major recommendations of the guideline are outlined hereafter. Key words Practice guideline · stroke · primary care Einführung Die DEGAM legt hier ihre erste Leitlinie vor, die eine Krankheit mit definierter Diagnose und nicht einen Behandlungsanlass bearbeitet. Im Fall des Schlaganfalls ist diese Abweichung von einer Symptomorientierung angemessen, da der hausärztliche Versorgungsauftrag sehr weitreichend ist. Es bestehen eine ganze Rei- he eigener hausärztlicher Aspekte, deren Behandlung sehr komplex ist und strukturierter, evidenzbasierter Kenntnisse bedarf. Die bislang im deutschen Sprachraum vorliegenden Leitlinien zum Schlaganfall stammen aus der Perspektive des stationären Sektors, hausärztliche Fragestellungen bleiben unbeantwortet. Diese Lücke zu schließen war der Auftrag an dieses Leitlinienprojekt. Institutsangaben ehemals Institut f. Allgemeinmedizin, Uniklinikum Frankfurt/Main Korrespondenzadresse Dr. med. Stefan Hensler · Oppenheimer Landstr. 72 · 60596 Frankfurt · E-mail: s.hensler@em.uni-frankfurt.de Bibliografie Z Allg Med 2006; 82: 404–408 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York DOI 10.1055/s-2006-942213 ISSN 0014-336251 Der Schlaganfall und im weiteren Sinne zerebrale Durchblutungsstörungen sind ein sehr häufiger Behandlungsanlass in der Allgemeinarztpraxis (z. B. Rang 25 mit 8,2 Promille aller Konsultationen in Österreich) [1]. Das entspricht der besonderen Bedeutung des Schlaganfalls für die Gesundheit der Bevölkerung, die Prävalenz allein von leichteren Verlaufsformen des Schlaganfalls liegt in der Bundesrepublik bei etwa 945 000 [2]. Die Leitlinie Schlaganfall ist gemäß dem 10-Stufen-Konsensusverfahren der DEGAM (inklusive Praxistest) entwickelt worden, was eine Akkreditierung der AWMF als S3-Leitlinie bedeutet. Die darin enthaltene besondere Betonung der Evidenzbasierung ist in einigen Aspekten eine Herausforderung, da für das hausärztliche Setting und dessen Fragestellungen (außer in der medikamentösen Sekundärprävention) nur selten randomisiert-kontrollierte Studien mit oft heterogenen Ergebnissen vorliegen. Häufig mussten daher Expertenmeinungen für Empfehlungen niedrigerer Evidenzstufen akzeptiert werden. Das gilt insbesondere für die Rehabilitation, für die in der ambulanten Nachsorge, ganz im Gegensatz zum stationären Sektor, eine sehr schwache Datenlage besteht. Tab. 1 Verdacht auf Schlaganfall besteht bei plötzlichem Auftreten folgender Symptome [6] Muskelschwäche der Glieder oder Gesicht Wortfindungsstörungen verwaschene Sprache (Dysarthrie) Gesichtsfeldausfall Doppelbilder Erblinden auf einem Auge Schwindel mit Dysarthrie Gleichgewichtsprobleme Bewusstseinsstörung sind [5] (Evidenzlevel T4). Die anderen Differenzialdiagnosen (z. B. fokale Epilepsie, tumorassoziierte Lähmungsattacke u. a.) sollten stationär abgegrenzt werden. Bei Patienten mit offensichtlich infauster Prognose (z. B. massive neurologische Ausfälle nach mehreren Insulten, Krebserkrankung im Endstadium oder sehr hohes Alter) kann auf eine Einweisung verzichtet werden [7] (Evidenzlevel T4), jedoch nur nach bestehenden Vorkenntnissen (erlebte Anamnese) und Rücksprache mit den Angehörigen. Bei einer Unsicherheit der Entscheidung sollte auf jeden Fall die stationäre Einweisung erfolgen. Bei nicht einsatzbereitem Notarzt oder unklare Entscheidungslage bez. Einweisung kann ein sofortiger Hausbesuch von Nöten sein, die einzuhaltenden Basismaßnahmen wären: – Freihaltung der Atemwege [8], bei Erbrechen oder Aspiration stabile Seitenlagerung [9], – Anstreben von Normokapnie und ausreichende Oxygenierung [7], – Infusion über peripher-venösen Zugangs (500–1000 ml isotonische Lösung), – keine Intervention bei Blutdruck unter 220/120 mm Hg [10] (Evidenzlevel T1b). Blutdrucksenkung nur bei Werten darüber oder hypertensiven Organkomplikationen (akutem Myokardinfarkt oder Herzinsuffizienz), – bei Hypotonie ursächliche Behandlung, z. B. Volumenmangel [11] (Evidenzlevel T3). Kontraindiziert ist u. a. die prästationäre Verabreichung von Heparin, ASS, Clopidogrel, Nimodipin und intramuskulären Injektionen [12] (Evidenzlevel T4). Postakutphase: Maßnahmen zur weiteren Rehabilitation Nach der Entlassung aus der stationären Versorgung (Akutkrankenhaus und Reha-Klinik) kommt es bei der nachstationären rehabilitativen Nachsorge auf die Zusammenarbeit der Familienangehörigen bzw. Pflegepersonen und der nichtärztlichen Heilberufen (z. B. Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden) unter der Koordination des Hausarztes an [13] (Evidenzlevel T3) (Tab. 2). DEGAM-Leitlinie Ziele der Leitlinie Ziel dieser Leitlinie ist es, eine qualitativ hochwertige ambulante Krankenversorgung für Patienten mit Schlaganfall nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin zu erreichen. Eine Leitlinie für Patienten mit Schlaganfall in der ambulanten Krankenversorgung hat vordergründig die präklinische Akutversorgung, die Einweisung in ein Akutkrankenhaus, die ambulante Rehabilitation und Langzeitbetreuung nach der stationären Behandlung, sowie sekundäre Prävention zu berücksichtigen. Auf die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen im Akutkrankenhaus, in Stroke-Units und Reha-Einrichtungen wurde nicht eingegangen. Die Primärprävention wurde wegen vieler Überschneidungen zur kardiovaskulären Prävention und der dazu in Entwicklung befindlichen DEGAM-Leitlinie zwar bearbeitet, aber nicht in die Kurzversion aufgenommen. 405 Akutphase: Maßnahmen bei Verdacht auf akuten Schlaganfall Der Schlaganfall ist ein neurologischer Notfall mit hoher Mortalität und Folgemorbidität, bei dem eine sofortige Einweisung mit dem Notarzt in ein Akutkrankenhaus mit Möglichkeit zur Computertomographie und Thrombolyse (z. B. Stroke-Unit) erfolgen sollte, da bei früher Thrombolyse (innerhalb von drei Stunden) ein klinischer Benefit zu erwarten ist [3] (Evidenzlevel T1a). Sinnvoll wäre eine vollständige Kommunikation an das aufnehmende Krankenhaus, insbesondere bez. Thrombolyse verhindernde Gründe (z. B. zuvor erfolgte chirurgische Eingriffe oder i.m.-Injektionen) [4]. Bei plötzlichem Auftreten der in Tab. 1 vermerkten Symptome besteht Verdacht auf akuten Schlaganfall. Diese Symptome können aber auch bei Migräneattacken oder Hypoglykämien auftreten, die bei entsprechender Anamnese und Diagnostik (BZ) durch den Hausarzt ohne stationäre Einweisung behandelbar Tab. 2 Ziele von Rehabilitation nach Schlaganfall Wiederherstellung der körperlichen Funktionen [14] Wiederherstellung der Autonomie [14] Wiedereingliederung in Familie und Gesellschaft [14] Wiedereingliederung in Beruf [14] Wiederermöglichung von Freizeitbeschäftigungen [13] Hensler S et al. Leitlinie Schlaganfall … Z Allg Med 2006; 82: 404 – 408 Spezielle Rehabilitationsmaßnahmen Nach einem Schlaganfall ist eine hochwertige Pflege mit gezielten Hilfeleistungen, Ermunterung zur Eigenständigkeit und angepasster Lagerung wichtig für eine weitere Besserung [13] (Evidenzlevel T4). Physiotherapie spielt bei der Rehabilitation nach Schlaganfall eine zentrale Rolle, um Restdefizite in der körperlichen Beweglichkeit zu mindern und muskuläre Spastiken vorzubeugen. Zu empfehlen sind u. a. Krankengymnastik nach Bobath [15], Aufgabenspezifisches Training [16] oder Forced Use [17] (Evidenzlevel T1b). Eine evidenzgesicherte Überlegenheit einer Methode gegenüber anderen besteht allerdings nicht [18], so dass eine Auswahl in Absprache mit den Therapeuten sinnvoll ist. Ergotherapie fördert die Beweglichkeit und das Zurechtfinden im täglichen Leben oder im Beruf mit und ohne Hilfsmittel [19] (Evidenzlevel T1a). Logopädische Therapie ist, bei für die Lebensqualität sehr bedeutsamen aphasischen Störungen, eine wertvolle Hilfe [20] (Evidenzlevel T4). Die Datenlage kontrollierter Studien ist allerdings bislang schwach [21, 22]. Neuropsychologische Therapie kann zu einer wesentlichen Verbesserung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis sowie Reaktionszeit führen [23] (Evidenzlevel T4) und visuelles Neglekt und Gesichtsfeldausfälle kompensieren helfen [24] (Evidenzlevel T4). Die Verordnung der Heilmittel sollte im Rahmen der Heilmittelverordnung geschehen, bez. der Intensitäten gibt es Standardempfehlungen ohne besondere Studienabsicherung: Physiotherapie 2–3 h/Woche, Logopädie 1–2 h/Woche, Ergotherapie 1–2 h/Woche. Für den Patienten bedeutungsvolle und erreichbare Zielvereinbarungen sind hilfreich, die Therapie ist sinnvoll bis keine Dynamik in der Symptomrückbildung mehr zu beobachten oder das Therapieziel für den Patienten erreicht ist [25] (Evidenzlevel T4). Grenzen einer Rehabilitation bestehen bei psychiatrischen Begleiterkrankungen (wie Demenz oder Psychose), die eine Mitarbeit erschweren oder bei Begleiterkrankungen mit mangelnder Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems und der Gelenke [23] (Evidenzlevel T4). Hilfsmittel Notwendige Hilfsmittel können eine Behinderung ausgleichen, oder Unabhängigkeit und Sicherheit verbessern [24] (Evidenzlevel T4). Ein Assessment ist in Absprache mit Patienten und ggf. pflegenden Angehörigen sinnvoll [24, 26] (Evidenzlevel T3). Verordnungsfähig sind bislang ohne Budgetierung alle im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen verzeichneten Mittel. Wohnräumlichkeiten Eine Analyse und Vorbereitung der Wohnung in Absprache mit dem Patienten, den Angehörigen und dem Pflegedienst kann erreichen, dass für den Patienten, besonders den mit Hemiparese, ein sicheres, bequemes und möglichst unabhängiges Wohnen gewährleistet wird [27] (Evidenzlevel T4) (Tab. 3). Hensler S et al. Leitlinie Schlaganfall … Z Allg Med 2006; 82: 404 – 408 Tab. 3 Maßnahmen zur Anpassung der Räumlichkeiten (u. a.) Schwellen entfernen Handläufe höhere Sessel mit gerader Sitzfläche geeignetes Senioren- oder Krankenbett erhöhter Toilettensitz mit Haltestange Badewannen-Lifter Notrufanlage Sekundäre Prävention nach Schlaganfall und zerebralen Ischämien Die Therapieempfehlungen sind die gleichen für Patienten nach Schlaganfall oder für Patienten nach zerebraler Ischämie (TIA, Amauosis fugax), da jeweils ein ähnlich hohes Risiko für ein weiteres Schlaganfallereignis besteht (25 vs. 30 % in den ersten 5 Jahren [28, 29]). Basismaßnahmen (mit solider Evidenz für eine relevante Risikoreduktion): Eine antihypertensive Therapie nach Schlaganfall oder TIA ergibt eine relative Risikoreduktion von fast 30 % [30] (Evidenzlevel T1a). Dabei spielen die Art der Medikation und der Ausgangswert keine Rolle. Eine antithrombotische Therapie (ASS) senkt das relative Risiko für TIA und Reinsult zwischen 20 und 30 %, entsprechend einer NNT von 40 bis 70 Patienten [31] (Evidenzlevel T1a). Wegen der dosisabhängigen gastrointestinalen unerwünschten Arzneimittelnebenwirkungen bietet eine Dosis von 75–300 mg/d ein gutes Nutzen-Risikoverhältnis [32] (Evidenzlevel T1a). Für eine Überlegenheit anderer Aggregationshemmer (Clopidogrel, Dipyridamol) vs. ASS besteht keine ausreichende Evidenzlage. Bei Unverträglichkeit auf ASS sollte als Ersatz Clopidogrel bevorzugt empfohlen werden [33]. Allgemeinmaßnahmen (mit Expertenkonsens ohne solide Evidenz): Für Rauchentwöhnung, körperliche Aktivität und Einstellung eines stabilen Blutzuckers bei Diabetes fehlt bezüglich eines sekundärpräventiven Effekts die Absicherung durch kontrollierte Studie, aber Experten empfehlen diese Maßnahmen wegen ihres allgemein stabilisierenden Effekts bei Arteriosklerose [34] oder Rehabilitation [35]. Für die cholesterinsenkende Therapie mit Statinen konnte bez. Schlaganfallrezidiv kein Effekt gefunden werden [36], sie wird aber wegen nachweisbarer Risikoreduktion bez. kardiovaskulärer Ereignisse [37] empfohlen. Spezielle Maßnahmen (mit solider Evidenz für Patienten mit besonderen Risikofaktoren): Bei Vorhofflimmern ergibt eine orale Antikoagulation (INR 2,5–4) im Vergleich zu ASS eine Risikoreduktion um relativ 60 % (NNT 17) [38] (Evidenzlevel T1a). Bei Karotisstenosen von > 80 % bringt eine Endarteriektomie eine relative Risikoreduktion von 48 % (NNT 15), bei einem Stenosegrad von 70–80 % ist die relative Risikoreduktion 27 %, (NNT 21). Patienten mit leichtgradigen Karotisstenosen (< 70 %) profitieren dagegen nicht von einer Operation. Diese Angaben gelten, wenn 406 DEGAM-Leitlinie die Komplikationsrate der operierenden Einheit unter 6 % liegt [39] (Evidenzlevel T1a). Keine Empfehlungen werden für folgende Maßnahmen ausgesprochen, da bei kontrollierten Studien kein Vorteil oder sogar Nachteile resultierten: Östrogensubstitution [40], Antikoagulation ohne Vorhofflimmern [41], Rhythmuskontrollierende Medikamente bei Vorhofflimmern [42]. Diagnostisches Vorgehen nach kurzzeitigen zerebralen Durchblutungsstörungen Bei Patienten, die nachträglich von Symptomen berichten, die für eine zerebrale Ischämie (TIA, Amaurosis fugax) sprechen, sind weitere diagnostische Maßnahmen notwendig mit dem Ziel hinsichtlich spezieller Therapiemaßnahmen die Genese zu klären und Differenzialdiagnosen (z. B. Tumore) abzugrenzen. Dies kann ambulant erfolgen, sofern ein möglichst rasches Vorgehen gewährleistet ist. Bei Patienten mit erhöhten Risiko (z. B. hohes Alter, Z. n. mehreren TIAs) oder unklarer Compliance ist jedoch eine stationäre Abklärung sinnvoll [43] (Evidenzlevel D4). Eine CT-Untersuchung des Kopfes kann ein akutes Infarktgeschehen oder andere Hirnanomalien, die eine Antikoagulation kontraindizieren, aufdecken [44] (Evidenzlevel D1). Falls anhaltende neurologische Ausfälle mit dem Befund einer CT-Untersuchung nicht vereinbar sind, ist eine weitere MRT-Untersuchung gerechtfertigt [45]. Duplex-Sonographie oder Doppler-Sonographie können in den extrakranialen Gefäßen sehr gut Lokalisation und Grad der Stenosen sowie Wanddeformitäten (z. B. Intraplaque-Blutungen) erkennen. Aufgrund der besseren Sensitivität ist die Duplexuntersuchung bei Erreichbarkeit vorzuziehen (Evidenzlevel D2) [46]. Ergibt sich dabei eine Indikation zur Endarterektomie, gilt die digitale Substraktionsangiographie (DSA) als präoperativer Goldstandard zur sicheren Quantifizierung des Stenosegrads [45] (Evidenzlevel D4). Ein Langzeit-EKG wird zum Aufspüren eines intermittierenden Vorhofflimmerns empfohlen [47] (Evidenzlevel D4), da bei intermittierendem VHF in ähnlicher Weise wie bei chronischem VHF von einer oralen Antikoagulation profitiert wird [48]. Interessenkonflikte: keine. Literatur 1 Danninger H. Fälleverteilung in der Allgemeinmedizin. Der Allgemeinarzt 1997; 19: 1800 – 1810 2 Wiesner G, Grimm J, Bittner E. Schlaganfall: Prävalenz, Inzidenz, Trend, Ost-West-Vergleich. Gesundheitswesen 1999; 61 SpecNo: S79 – S84 3 Hacke W, Brott T, et al. Thrombolysis in acute ischemic stroke: controlled trials and clinical experience. Neurology 1999; 53: S3 – S14 4 The National Institute of Neurological Disorders and rt-PA Stroke Study Group. Tissue plasminogen activator for acute ischemic stroke. N Engl J Med 1995; 333: 1581 – 1587 5 Kunze K. Lehrbuch der Neurologie. Thieme, Stuttgart 1992 Maasberg V, Haberl RL. Akutversorgung des Schlaganfalls. 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(Stand: 09.09.2006)

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