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Bericht des Arbeitskreis Palliativversorgung 2012

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Peter Engeser

Der Arbeitskreis Palliativmedizin traf sich in Salzburg, Berlin und Heidelberg. Durch die Einführung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz von 2007 wurde eine Neuordnung in der Betreuung Schwerstkranker und Sterbender geschaffen. Allerdings werden durch die SAPV nur die Versorgung von 5–10 % der Palliativpatienten geregelt. Eine Regelung für die allgemeine Palliativversorgung gibt es bis heute nicht. In Berlin fand daher ein Arbeitstreffen mit Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin sowie mit Vertretern des Deutschen Hospiz und Palliativverbandes statt. Dieser Bereich der Versorgung muss dringend geregelt werden. Besonders die Situation von schwerstkranken Patienten in Altenpflegeheimen muss verbessert werden. Entsprechend dem Modell aus Westfalen-Lippe mit einer stufenlosen Versorgung von Palliativpatienten durch Hausärzte in Zusammenarbeit mit den dort angesiedelten Palliativen Konsiliardiensten zeigt, dass eine gute Versorgung der schwerkranken Menschen auch ohne aufwendige neue Strukturen effektiv möglich ist. Durch die dortigen Versorgungsstrukturen wird erreicht, dass ungefähr 90 % der Sterbenden in der gewohnten Umgebung verbleiben können. Die Hausärzte können an diesen Verträgen ohne vorherige Qualifizierung teilnehmen.

Der Arbeitskreis nahm an einem weiteren Treffen des Charta-Projektes der Bundesärztekammer zur Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Berlin teil.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Peter Engeser

Abt. Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung

Voßstraße 2/37

69115 Heidelberg

PeterEngeser@web.de


(Stand: 18.09.2012)

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