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„Ein schlafender Riese ist erwacht“ – die DEGAM freut sich über das 5000. Mitglied

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Im Vorfeld des 47. Kongresses für Allgemeinmedizin und Familienmedizin in München gibt es Positives über die Mitgliederentwicklung zu vermelden: Mit Svenja Rehsöft aus Siegenburg (Landkreis Kelheim) begrüßt die DEGAM ihr 5000. Mitglied. Die 31-jährige Ärztin in Weiterbildung hat vor drei Jahren ihr Examen abgelegt und arbeitet erst seit wenigen Wochen in einer Hausarztpraxis. Es ist geradezu sinnbildlich für die Entwicklung der Mitgliederstrukturen, dass es Svenja Rehsöft als 5000. Mitglied getroffen hat. Denn – wie überall in der Medizin – wird auch die Allgemeinmedizin zunehmend weiblich. Darüber hinaus ist die aktuell festzustellende Verjüngung innerhalb der DEGAM bemerkenswert: „Unser Nachwuchs ist die Zukunft. Der starke Zuwachs gerade durch junge Ärztinnen und Ärzte sowie Studierende ist daher besonders erfreulich“, erklärt DEGAM-Präsident Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach. Dazu passt die Einstellung von Svenja Rehsöft, die sich nach wie vor eine Niederlassung als Allgemeinmedizinerin vorstellen kann: „Das Fach lässt mir deutlich mehr Freiheiten als die Arbeit im Krankenhaus.“ Von der Mitgliedschaft in der DEGAM erhofft sich die junge Ärztin, dass sie dadurch immer auf dem neuesten Stand bleibt und die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis tragen kann.

Wie rasant die Mitgliederentwicklung in den vergangenen Jahren fortgeschritten ist, verdeutlicht Prof. Gerlach: „Ein schlafender Riese ist erwacht: die Verdopplung der Mitgliederzahl innerhalb von nur fünf Jahren macht das enorme Potenzial der Allgemeinmedizin deutlich.“ Gerade einmal 1.420 Mitglieder zählte die DEGAM zum Stichtag am 1. September 2004 (siehe Grafik). Das Jahr 2009 gilt als Initialzündung: Binnen eines Jahres konnte die Anzahl der Mitglieder von 2.812 auf 3.597 gesteigert werden. Hintergrund dieses enormen Zuwachses war die Professionalisierung der internen Strukturen, allen voran die Einrichtung der Geschäftsstelle mit Sitz in Frankfurt am Main im Frühjahr 2009.

Am 12. Februar 1966 wurde die wissenschaftliche Fachgesellschaft in Bad Godesberg gegründet. „Im Hinblick auf das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2016 ist der stetige Zuwachs an Mitgliedern natürlich besonders erfreulich“, sagt der Geschäftsführer Edmund Fröhlich, „er stärkt unsere wirtschaftliche und inhaltliche Unabhängigkeit.“ Schließlich steigen mit der Anzahl der Mitglieder auch die Außenwahrnehmung sowie die generelle Wirkungsmöglichkeit als wissenschaftliche Fachgesellschaft. Damit einher geht auch eine Bedeutungszunahme der Allgemeinmedizin: Die im vergangenen Jahr verabschiedeten DEGAM-Zukunftspositionen weisen hier den Weg und erklären die Bedeutung der Hausärztinnen und Hausärzte als Spezialisten für den ganzen Menschen. Und genau das ist offensichtlich auch im Sinne der jungen Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner: „Das Schöne an der Allgemeinmedizin sind das breite Themenspektrum und der direkte Kontakt mit jungen wie auch alten Patienten oder sogar ganzen Familien“, erklärt Svenja Rehsöft ihre Motivation und macht so zugleich Hoffnung für eine weiterhin positive Entwicklung der Allgemeinmedizin und damit auch der DEGAM.

Abbildungen:

Das 5000. DEGAM-Mitglied Svenja Rehsöft


(Stand: 11.09.2013)

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