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Sektionsbericht Versorgungsaufgaben 2013

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Uwe Popert

Die Sektion Versorgungsaufgaben traf sich im vergangenen Jahr auf dem Kongress der DEGAM 2012 in Rostock und mehrfach in der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung in Heidelberg.

Infoblatt zum Wegfall der Praxisgebühr

Rechtzeitig zum Wegfall der Praxisgebühr wurde ein Informationsblatt für Patienten erstellt. Dieses Informationsblatt thematisiert vor allem die Notwendigkeit, auch weiterhin nur mit Überweisung zum Spezialisten zu gehen. Auch wenn viele Spezialisten Patienten wissentlich falsch informieren, ist dieses Informationsblatt für den Alltag eine sinnvolle Hilfe. Das Blatt kann von der Homepage der DEGAM herunter geladen werden.

Eine neue Broschüre zum Thema Primary Care ist in Arbeit.

Befragung der Parteien zu den DEGAM-Zukunftspositionen

Auf der Grundlage der im Jahr 2012 erarbeiteten DEGAM-Zukunftspositionen wurde ein Fragebogen entwickelt. Dieser wurde an die Berliner Parteizentralen verschickt, mit der Bitte um Stellungnahme, inwieweit diese Positionen nach der Bundestagswahl von den jeweiligen Parteien umgesetzt werden.

Pädiatrische Grundversorgung

Die Gespräche mit den Pädiatern durch die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Hans-Dieter Klimm wurden fortgesetzt. Hierbei ergab sich eine entscheidende gesetzgeberische Veränderung. Kinder- und Jugendärzte sind zukünftig nach der neuen Sicht der Bedarfsplanung nicht mehr dem hausärztlichen Bereich, sondern dem fachärztlichen Bereich zugeordnet. Dieses ist für die Aufgaben der Grundversorgung eine entscheidende Neuerung.

Ernährungstherapie

Ein Mitglied der Sektion beteiligt sich als DEGAM-Vertreter an der Erstellung der Leitlinie klinische Ernährung. Hier besteht weiterhin ein hoher Bedarf an praktischen Empfehlungen für den sinnvollen Einsatz der Ernährungstherapie. Der Entwicklungsprozess der Leitlinie verläuft etwas verlangsamt. Allerdings sind einzelne Teile der Leitlinie mittlerweile fertiggestellt.

Palliativversorgung

Der Arbeitskreis Palliativmedizin traf sich ebenfalls in Rostock und in Heidelberg. Durch die Einführung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz von 2007 wurde eine Neuordnung in der Betreuung Schwerstkranker und Sterbender geschaffen. Eine Regelung für die allgemeine Palliativversorgung gibt es allerdings bis heute noch nicht. Dieser Bereich der Versorgung muss dringend geregelt werden. Besonders die Situation von schwerstkranken Patienten in Altenpflegeheimen muss verbessert werden. Hierzu muss die hausärztliche Tätigkeit in diesem wichtigen Versorgungsbereich von der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werden. Außerdem muss auch die Vergütung geregelt werden. Dieser Punkt ist im neuen EBM, der zum 1.10.2013 in Kraft treten wird, geregelt worden. Mitglieder der Sektion beteiligten sich an der Erstellung der neuen DEGAM-Handlungsempfehlungen zum „chronischen Schmerz“ und zum ärztlichen Handeln „Ganz am Ende des Lebens“. Außerdem beteiligt sich ein Mitglied des Arbeitskreises an der Erstellung der S3-Leitlinie Palliativversorgung von Tumorpatienten.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Peter Engeser

Abt. Allgemeinmedizin und

Versorgungsforschung

Voßstraße 2/37

69115 Heidelberg

PeterEngeser@web.de


(Stand: 11.09.2013)

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