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Kontrazeptivum mit Vornamen Uli?

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Kennen Sie ein (Notfall)Kontrazeptivum mit Vornamen Uli? Sie haben richtig geraten, es geht um Ulipristal, das in Österreich, der Schweiz und Deutschland unter dem Handelsnamen EllaOne® (auch für die präoperative Behandlung bei Uterusmyomen) angeboten wird.

In einer lesenswerten Übersicht im Schweizer drug bulletin pharma-kritik wird der Nutzen (vielleicht besser: der fehlende Nutzen) der Substanz im Vergleich zu Levonorgestrel beschrieben. Wörtlich heißt es in einem Begleitkommentar:

„Für beide Indikationen lässt sich nicht ersehen, welchen Vorteil Ulipristal verspricht. Bei der Notfallkontrazeption ist nicht belegt, dass Ulipristal, sofern innerhalb eines Zeitraums von 3 Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr verwendet, wirksamer ist, als das erprobte Levonorgestrel. Wenn nach Ablauf dieser 3-Tages-Frist eine Notfall-Kontrazeption nötig ist, mag Ulipristal als die zuverlässigere Variante erscheinen: Exakt belegt ist dies aber auch nicht. Dazu kommt, dass der Preis und die einfache Erhältlichkeit ohne Rezept klar für Levonorgestrel sprechen.“

Die rezeptfreie Aushändigung des Arzneimittels an hilfesuchende Frauen ist in Deutschland seit dem 15. März gesetzlich erlaubt. Die pharma-kritik erscheint im Infomed-Verlag: www.infomed.ch/pk_index.php

Abbildung: fotolia/DingDong


(Stand: 05.10.2015)

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