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Domperidon: Neue Empfehlungen zur Minimierung kardialer Risiken

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Domperidon ist ein Dopaminantagonist mit antiemetischen Eigenschaften, der jedoch die Blut-Hirn-Schranke praktisch nicht durchdringt. Der antiemetische Effekt beruht möglicherweise auf einer Kombination von peripheren (gastrokinetischen) Wirkungen und der Blockade von Dopaminrezeptoren in der Chemorezeptoren-Triggerzone, die außerhalb der Blut-Hirn-Schranke in der Area postrema liegt.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat bereits 2012 auf neue Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zum Risiko von ventrikulären Arrhythmien und plötzlichem Herztod im Zusammenhang mit Domperidon hingewiesen.

Eine neuerliche Überprüfung auf europäischer Ebene hat ein gering erhöhtes Risiko schwerwiegender kardialer Nebenwirkungen von Domperidon bestätigt, einschließlich QTc-Verlängerung, Torsade-de-Pointes-Tachykardien, schwerwiegenden ventrikulären Arrhythmien und plötzlichem Herztod. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Domperidon wird nur noch in der Indikation „Besserung der Symptome Übelkeit und Erbrechen“ positiv bewertet. Ein höheres Risiko wurde u. a. bei Patienten über 60 Jahre beobachtet.

Die maximale Tagesdosis von Domperidon wird (bei Patienten über 35 kg KG) reduziert auf 3 x 10 mg. Die Dauer der Behandlung sollte eine Woche nicht überschreiten.

Die Substanz ist kontraindiziert

bei Patienten mit mäßigen oder schweren Leberfunktionsstörungen,

bei bestehender Verlängerung des kardialen Reizleitungsintervalls (insbesondere der QTc-Zeit),

bei signifikanten Elektrolytstörungen oder Herzerkrankungen wie kongestiver Herzinsuffizienz.

Domperidon soll nicht gemeinsam mit QTc-verlängernden Arzneimitteln oder CYP3A4-Inhibitoren verabreicht werden.

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). www.akdae.de/ Arzneimittelsicherheit

Abbildung: Wikipedia/Emeldir


(Stand: 05.10.2015)

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