Loading...

ZFA-Logo

Sektionsbericht Fortbildung 2015

PDF

Zur DEGAM-Sektion Fortbildung gehören mittlerweile 322 Mitglieder. Wie in der DEGAM allgemein haben sich auch in der Fortbildungs-Sektion Medizinische Fachangestellte organisiert (Wissenschaftliches Forum für Medizinische Fachangestellte – WiForMFA). So spricht sich die DEGAM-Sektion in ihrem Fortbildungs-Papier dafür aus, das ganze Team in hausärztliche Fortbildungen einzubinden, wie es auf der „Practica“, beim Bremer Hausärztetag und an den Tagen der Allgemeinmedizin die Regel ist: www.degam.de/fortbildungspapier.html.

Seit Jahren engagiert sich die Fortbildungs-Sektion für eine Weiterentwicklung des CME-Fortbildungssystems. An seine Stelle wollen wir einen Fortbildungs-Mix mit Qualitätszirkeln, kollegialen Praxis-Hospitationen, Portfolio-Lernen mit Mentoren und sanktionsfreien Formen einer kollegialen Rezertifizierung nach kanadischem Vorbild setzen.

Wir haben Perspektiven zur Weiterentwicklung hausärztlicher Qualitätszirkel-Arbeit erarbeitetet. Im Zusammenhang mit neuen Disease-Management-Programmen sowie den Hausarzt-Verträgen sorgen wir uns, dass zu stark auf die jeweiligen Krankheiten orientierende Fortbildungs-Pflichten die notwendige Breite hausärztlicher Fortbildungsthemen einschränken und perspektivisch die Qualität hausärztlicher Fortbildung gefährden könnten (s. unser Schreiben zu Fortbildungspflichten auf der Website der DEGAM).

Inzwischen haben sich bundesweit 81 Praxen als DEGAM-Hospitations-Praxen gemeldet. Sie haben ihr Einverständnis erklärt, die im Hospitations-Manual niedergelegten Prinzipien einzuhalten. Das Institut für Allgemeinmedizin der Universität Kiel wird beim DEGAM-Kongress in Bozen erste Ergebnisse einer qualitativen Befragung der Hospitations-Praxen vorstellen. In Schleswig-Holstein hat die Landesärztekammer die DEGAM-Prinzipien für Hospitationen in ihr Programm für kollegiale Peer Reviews übernommen. In einer Broschüre der KBV konnten wir unsere Vorstellungen ebenfalls darstellen. Ausführliche Informationen zu DEGAM-Praxis-Hospitationen finden sich unter www.degam.de/index.php?id=links2.

Von einigen Landesärztekammern konnten wir die Zusage erhalten, dass auch die Hospitierten CME-Punkte bekommen sollen. Weiterhin sehen wir folgende zentrale Elemente hausärztlicher Fortbildung:

Interaktivität

Evidenzbasierung

Kontextrelevanz

Industrieunabhängigkeit

Orientierung an den Lernenden

Perspektivisch Einbezug der gesamten Praxisteams

Entsprechend Fortbildung von hausärztlichen Praxisteams für hausärztliche Praxisteams

Viele Referierende aus der DEGAM beteiligen sich an der „Practica“ in Bad Orb, die inzwischen vom Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) organisiert wird. Das IhF schreibt die Referierenden an, wer nach Selbstauskunft bereit ist, die DEGAM-Kriterien für eine „gute Fortbildung“ einzuhalten, das Ergebnis der Selbstauskunft ist im „Practica“-Programm zu lesen.

Mit den Fortbildungen im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung nach §73b SGB V in Baden-Württemberg, den Fortbildungsmodulen des IhF, den „Tagen der Allgemeinmedizin“ sowie den lokalen Qualitätszirkeln hat sich bundesweit eine industrieunabhängige hausärztliche Fortbildungs-Kultur etabliert. Inzwischen ist es möglich, mit solcherart industriefreien Fortbildungen seiner Fortbildungspflicht zu genügen. Aktuell gibt es Tage der Allgemeinmedizin in zehn Städten: www.degam.de/tage-der-allgemeinmedizin.html.

Die Sektion Fortbildung beschäftigt sich weiterhin intensiv mit der Frage, ob – und wenn ja, welche Form von – Sponsoring in der hausärztlichen Fortbildung akzeptabel ist. Gemeinsam mit dem IhF fand Ende Juni 2015 eine Klausurtagung statt, bei der wesentliche Gemeinsamkeiten erzielt werden konnten. Darüber wird beim Sektionstreffen am Rand des Bozener DEGAM-Kongresses berichtet werden.

Die Seite der Fortbildungs-Homepage zur Internet-Recherche wurde aktualisiert und mit der PERLEN-Initiative zu Strategien zur Evidenz-Recherche abgestimmt.

Ein gemeinsam mit Mitgliedern der DEGAM-Sektion Weiterbildung erarbeiteter Kriterienkatalog für die Qualifikation allgemeinmedizinischer Weiterbilder wurde in der Zeitschrift der Gesellschaft für medizinische Ausbildung (GMA) veröffentlicht: www.egms.de/static/de/journals/zma/2014–31/zma000900.shtml. Ein Teil dieses Kataloges wurde in einen Kodex für hausärztliche Weiterbilder übernommen.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Günther Egidi

Arzt für Allgemeinmedizin

Huchtinger Heerstraße 41

28259 Bremen

familie-egidi@nord-com.net


(Stand: 05.10.2015)

Als Abonnent können Sie die vollständigen Artikel gezielt über das Inhaltsverzeichnis der jeweiligen Ausgabe aufrufen. Jeder Artikel lässt sich dann komplett auf der Webseite anzeigen oder als PDF herunterladen.