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Bericht der Arbeitsgruppe WiForMFA 2016 (Wissenschaft und Forschung für Medizinische Fachangestellte)

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Ingrid Gerlach

Medizinische Fachangestellte in der Hausarztpraxis und die Delegation ärztlicher Leistungen rücken immer mehr in den Fokus gesundheitspolitischer Diskussionen. Eine der Zukunftspositionen der DEGAM lautet: „Die Hausarztpraxis der Zukunft ist eine Teampraxis “[1], was u.a. eine verstärkte Teamarbeit mit anderen Berufsgruppen, wie den Medizinischen Fachangestellten (MFA) beinhaltet. MFA, ein Gesundheitsberuf für mehr als 400.000 Angestellte im deutschen Gesundheitssystem, erfüllen wichtige Funktionen im Praxisablauf, dennoch wird ihr Potenzial im Rahmen eines Primärversorgungsteams erst allmählich erkannt. MFA müssen – wie viele andere Gesundheitsfachberufe auch – entsprechende Qualifikationschancen erhalten, um ihre Kompetenz einbringen zu können. Eine wissenschaftliche Untermauerung soll die Akzeptanz erhöhen.

Ziele und bisherige Ergebnisse

Die AG WiForMFA zielt darauf ab, durch Forschung mit und für MFA, Mitarbeit in und an innovativen Themen für die Berufsgruppe sowie aktive Teilnahme an praxisnaher Forschung die Rolle der MFA im Primärversorgungsteam weiter zu stärken. In diesem Zusammenhang befragte die AG MFA zu ihrem Berufsverständnis und veröffentlichte die Ergebnisse [2].

Treffen 2016

Die Arbeitsgruppe traf sich am 27.02.2016 in Frankfurt am Main. Zusätzlich fanden zum regelmäßigen Austausch alle drei Monate Telefonkonferenzen statt.

Erstmals Teilnahme von MFA beim DEGAM-Kongress 2016

2015 hat die AG eine Online-Befragung bei Hausärzten zur Bewertung einer Teilnahme von MFA am DEGAM-Kongress durchgeführt. 86 % (n = 84) der insgesamt 98 Teilnehmer hielten eine Teilnahme der MFA am Kongress für sinnvoll und zeigten sich bereit ihren Praxismitarbeiterinnen die Teilnahme am Kongress zu ermöglichen (z.B. durch finanzielle Unterstützung). Als Themen für MFA bzw. die gesamten Praxisteams wurden Kommunikationstraining, interprofessionelles Training, Übersicht über Weiterbildungsmöglichkeiten und Polypharmazie genannt. Die AG hat die Ergebnisse genutzt und bei der 50. DEGAM-Jahrestagung 2016 in Frankfurt am Main erstmals das Kongressprogramm mit Themenschwerpunkten für MFA bzw. für Praxisteams ergänzt.

Korrespondenzadresse

Karola Mergenthal

Institut für Allgemeinmedizin

Goethe-Universität Frankfurt a. Main

Theodor-Stern-Kai 7

60590 Frankfurt a. Main

Mergenthal@allgemeinmedizin.
uni-frankfurt.de

Literatur

1. Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM). Allgemeinmedizin – spezialisiert auf den ganzen Menschen. www.degam.de/files/Inhalte/Degam-Inhalte/Ueber_uns/Positionspapiere/DEGAM_ Zukunftspositionen.pdf (letzter Zugriff am 27.07.2016)

2. Mergenthal K, Banduhn S, Gerlach I, et al. Engagiert aber schlecht bezahlt! Studie zum subjektiven Berufsbild von Medizinischen Fachangestellten. Z Allg Med 2014; 90: 445–50


(Stand: 15.09.2016)

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