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Sektionsbericht Fortbildung 2016

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Die DEGAM-Sektion Fortbildung ist weiter kräftig gewachsen. Medizinische Fachangestellte sind eine Zielgruppe der Fortbildungsbemühungen und engagieren sich auch in der Sektion.

Die Sektion hat den Prozess der Erstellung der ursprünglich auf norwegischen Texten basierenden medizinischen Wissensdatenbank Deximed konstruktiv begleitet – die DEGAM ist im Beirat von Deximed vertreten. Bis zum 31.12.2016 ist der Zugriff auf Deximed kostenlos – die Sektion arbeitet daran, die Texte mit den in den DEGAM-Leitlinien vertretenen Positionen kompatibel zu machen.

Die Fortbildungssektion engagiert sich für eine Veränderung des CME-Fortbildungssystems. Stattdessen wollen wir auf einen Mix aus Qualitätszirkeln, kollegialen Praxishospitationen, Portfolio-Lernen mit Mentoren und sanktionsfreien Formen einer kollegialen Rezertifizierung nach kanadischem Vorbild setzen.

Inzwischen haben sich bundesweit 89 Praxen als DEGAM-Hospitationspraxen gemeldet – das Pflänzchen gedeiht langsam, aber stetig. Diese Praxen haben erklärt, die im Hospitationsmanual niedergelegten Prinzipien einzuhalten. Das Institut für Allgemeinmedizin der Universität Kiel hat Ergebnisse einer qualitativen Befragung der Hospitationspraxen veröffentlicht. In Schleswig-Holstein hat die Landesärztekammer die DEGAM-Prinzipien für Hospitationen in ihr Programm für kollegiale Peer Reviews übernommen. In einer Broschüre der KBV ist das DEGAM-Projekt ebenfalls dargestellt. Ausführliche Informationen zu DEGAM-Praxishospitationen finden sich unter www.degam.de/index.php?id=links2.

Wir sehen folgende zentrale Elemente hausärztlicher Fortbildung:

Interaktivität

Evidenzbasierung

Kontextrelevanz

Industrieunabhängigkeit

Orientierung an den Lernenden

Perspektivisch Einbezug der gesamten Praxisteams

Entsprechend Fortbildung von hausärztlichen Praxisteams für hausärztliche Praxisteams

Viele Referierende aus der DEGAM beteiligen sich an der „Practica“ in Bad Orb und Oberhof, die inzwischen vom Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) organisiert wird. Die Referierenden haben die Möglichkeit anzugeben, wer die DEGAM-Kriterien für eine „gute Fortbildung“ einhält.

Mit den Fortbildungen im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung nach §73b SGB V in Baden-Württemberg, den Fortbildungsmodulen des IhF, den Tagen der Allgemeinmedizin sowie den lokalen Qualitätszirkeln hat sich bundesweit eine industrieunabhängige hausärztliche Fortbildungskultur etabliert. Inzwischen ist es möglich, mit solcherart industriefreien Fortbildungen seiner Fortbildungspflicht zu genügen. Aktuell gibt es Tage der Allgemeinmedizin in 14 Städten. Einen Überblick gibt es unter www.degam.de/tage-der-allgemeinmedizin.html

Die Sektion Fortbildung beschäftigt sich weiterhin intensiv mit der Frage, ob und wenn ja, welche Form von Sponsoring in der hausärztlichen Fortbildung akzeptabel ist. Ein Kriterienkatalog dazu ist in Arbeit.

Die Erhöhung der Förderbeträge für die allgemeinmedizinische Weiterbildung macht diese attraktiver: Die Weiterzubildenden bekommen mehr Möglichkeiten, unter verschiedenen Weiterbildungsstätten auszuwählen – ein Impuls für eine Verbesserung der Qualität der Weiterbilder. Ein Kriterienkatalog für die Qualifikation allgemeinmedizinischer Weiterbilder, in der Zeitschrift der Gesellschaft für medizinische Ausbildung (GMA) veröffentlicht, wird aktuell überarbeitet: www.egms.de/static/de/journals/zma/2014–31/zma000 900.shtml

In Kürze wird die Fortbildungssektion die Verbreitung hausärztlicher Manuale (die nicht im Rahmen des interdisziplinären Prozesses mit spezialistischen Fachgesellschaften zu konsentieren waren), zur Behandlung von Angststörungen, Übergewicht und zum PSA-Screening übernehmen.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Günther Egidi

Arzt für Allgemeinmedizin

Huchtinger Heerstraße 24

28259 Bremen

Tel.: 0421 5797675

guenther.egidi@posteo.de


(Stand: 15.09.2016)

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