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Krause O, Hartung M, Schneider N, Termühlen C, Wiese B, Bleidorn J. Famulatur in der Allgemeinmedizin: die Sichtweise der Hausärzte auf die Lerninhalte – Ergebnisse einer Umfrage. Z Allg Med 2017; 93: 271–277

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Leserbrief von Dr. Thomas Maibaum

So schön und wichtig es ist, dass endlich auch mal das „ungeliebte Kind“ Famulatur in der Hausarztpraxis analysiert wird, irritiert es schon, dass der Erstautor, der als Geriater und Lehrbeauftragter für Geriatrie an der Universität arbeitet, so ungenau mit den Worten umgeht.

Warum heißt der Titel „Famulatur in der Allgemeinmedizin“, wenn im ganzen Artikel später (zu Recht) nur von Hausärzten geredet wird. So wird überhaupt nicht klar, ob die Sozialisierung in der Allgemeinmedizin einen Unterschied macht in der Vermittlung von Famulaturinhalten, da eben keine Unterscheidung zwischen hausärztlichen Internisten, praktischen Ärzten und FÄ für Allgemeinmedizin gemacht wird.

Viel gravierender empfinde ich jedoch, dass Herr Krause konsequent von „Vorsorgeuntersuchungen“ spricht. Wir sollten – insbesondere auch in der Öffentlichkeit, erst Recht aber in der ZFA – dieses Wort endlich einmotten und richtigerweise von Früherkennungsuntersuchungen sprechen (wobei sogar dieser Begriff euphemistisch ist). Keine einzige dieser Untersuchungen bewirkt nämlich eine Vorsorge, sondern eben im besten Falle lediglich eine Früherkennung.

Interessenkonflikte: Der Autor verdient mit Früherkennungsuntersuchungen bei Kassenpatienten Geld.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Thomas Maibaum

Facharzt für Allgemeinmedizin

Kolumbusring 61

18106 Rostock

Tel.: 0381 1201828

thomas.maibaum@yahoo.de


(Stand: 15.09.2017)

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