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Sektionsbericht Fortbildung 2017

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Am 25. März 2017 fand in Kassel ein zusätzliches Sektionstreffen (zwischen den DEGAM-Kongressen) statt. Es wurde ein Positionspapier zum Thema Sponsoring in Fortbildungen erarbeitet, das beim Düsseldorfer Sektionstreffen endgültig abgestimmt werden soll. In dem Papier wird es als nicht realistisch angesehen, in nächster Zeit generell bei allen Fortbildungen auf Sponsoring zu verzichten. Aus diesem Grund wurden verschiedene Typen von Sponsoring hinsichtlich ihrer potenziellen Schädlichkeit kategorisiert.

Alle bundesdeutschen Landesärztekammern und KVen wurden angeschrieben, industriell gesponserte Qualitätszirkel nicht mehr als CME-Fortbildungen anzuerkennen bzw. zu honorieren. Das Angebot von Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte (MFA) wurde thematisiert. MFA können und sollten auch Mitglieder der Sektion werden. Diskutiert wurde auch über die Möglichkeit, MFAs Zugang zu „Ärzte-Fortbildungen“ zu ermöglichen.

Die Zusammenarbeit mit Deximed funktioniert gut (www.deximed.de). Der Großteil der ursprünglich norwegischen Texte wurde bearbeitet. Bei kontroversen Themen wurden zusätzliche DEGAM-Reviews durchgeführt. Deximed ermöglicht eine Art work in progress, d.h. Anmerkungen, Aktualisierungen, Defizite oder Verbesserungen von Texten können von DEGAM-Autoren in den aktuellen Bestand der Online-Bibliothek eingepflegt werden.

Die Zahl der DEGAM-Hospitations-Praxen hat inzwischen 100 überschritten. Ziel bleibt es, diese Zahl perspektivisch auf 1 % aller bundesdeutschen Praxen zu erhöhen (www.degam.de/praxishospitation.html).

Das Konzept von zertifizierten DEGAM-Fortbildungen wird aktuell überarbeitet. Mit Besorgnis sieht die Sektion die zunehmende Ausweitung von Themen für Pflicht-Fortbildungen (verschiedene DMPs, Geriatrie, Palliativmedizin). Mit zu erwartenden weiteren DMP-Themen droht dem Spektrum hausärztlicher Fortbildung eine weitere Einengung auf fest vorgeschriebene Themen. Den HausärztInnen muss aber weiterhin eine von eigenen Interessen geleitete und anlassbezogene Fortbildung möglich sein. Perspektivisch wird an eine Sammlung didaktischer Methoden sowie an eine Vortrags-Tauschbörse gedacht.

Die Zusammenarbeit mit dem Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) des deutschen Hausärzteverbandes ist nach wie vor sehr gut.

Mit den Fortbildungen im Rahmen der HZV-Verträge in Baden-Württemberg, den Aktivitäten des IhF, den „Tagen der Allgemeinmedizin (TdA)“ sowie den lokalen Qualitätszirkeln hat sich bundesweit eine industrieunabhängige hausärztliche Fortbildungskultur etabliert. Inzwischen ist es möglich, mit solchen industriefreien Fortbildungen seiner Fortbildungspflicht zu genügen. Aktuell gibt es TdAs in 15 Städten. Einen Überblick gibt es unter www.degam.de/tage-der-allgemeinmedizin.html.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Günther Egidi

Arzt für Allgemeinmedizin

Huchtinger Heerstraße 24

28259 Bremen

Tel.: 0421 9888280

guenther.egidi@posteo.de


(Stand: 15.09.2017)

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