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Sektionsbericht Studium und Hochschule 2017

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Erneut war einer der Schwerpunkte der Sektionsarbeit in diesem Jahr der Masterplan Medizinstudium 2020. Das Präsidium und die Sektion haben an vielen verschiedenen Gesprächen und Diskussionen teilgenommen. Der bisher erarbeitete Vorschlag (Stand 07/17) sieht eine Stärkung der Allgemeinmedizin durch eine longitudinale Verankerung des Fachs in den Curricula, die Aufteilung des Praktischen Jahrs in Quartale, von denen eines ambulant abgeleistet werden muss, sowie Allgemeinmedizin als Pflichtfach in der mündlich-praktischen M3 Prüfung vor. Bei Drucklegung gibt es noch keine endgültige Entscheidung. Aktuell werden die finanziellen Auswirkungen geprüft. Vor dem Hintergrund dieser angestrebten weiteren Stärkung gewinnt die regionale und überregionale Vernetzung der an der studentischen Ausbildung Beteiligten weiter an Bedeutung.

Die Nachwuchsakademie der Deutschen Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DESAM) hat nun bereits den 6. Jahrgang begrüßt. Erfreulicherweise werden die Studierenden auch auf den DEGAM-Kongressen zunehmend „sichtbar“ durch Workshops, Treffen und eine erfolgreiche Alumniarbeit. Diese aktive Nachwuchsarbeit ist Kernaufgabe der Sektion.

Die Summerschool für Allgemeinmedizin in Kooperation mit der Gesellschaft der Hochschullehrer für Allgemeinmedizin (GHA) und dem Hausärzteverband fand in Marburg statt. Auch in diesem Jahr konnte wieder durch ein abwechslungsreiches und praxisnahes Programm unser Fach den sehr interessierten Studierenden nähergebracht werden.

Das diesjährige Treffen der GHA in Baierbrunn unter dem Motto „Aus und Weiterbildung Allgemeinmedizin – Neue Herausforderungen für die Hochschulen“ bot wieder die Möglichkeit zu einem intensiven Austausch zwischen Sektion und GHA.

Das Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) hat im Rahmen der Neubesetzung der Leitung durch Prof. Jana Jünger viele neue Aufgaben übernommen. Schon in Vorbereitung des Medizinstudium 2020 Masterplans stehen Diskussionen und Workshops in enger Kooperation mit Lehrverantwortlichen auch der DEGAM an.

Entwicklung und aktuelles Berufungsgeschehen

An dieser Stelle erneut ein herzliches Dankeschön an alle, die sich jedes Jahr die Mühe machen, sich an der Umfrage zur Ausstattung und Personalsituation der einzelnen Standorte zu beteiligen. In diesem Jahr lagen 34 Rückmeldungen vor.

Im Studienjahr 2016/17 wurden vier Professoren berufen: Prof. Dr. Freese, Prof. Dr. Gensichen, Prof. Dr. Schelling und Prof. Dr. Vollmar. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Aktuell werden an fünf Medizinischen Fakultäten Berufungsverfahren durchgeführt. Insgesamt ist an 33 von 37 Standorten eine Institutionalisierung erreicht worden. Die finanzielle und personelle Ausstattung der einzelnen Standorte ist immer noch sehr unterschiedlich, insgesamt ist aber ein eindeutiger Trend zur Verbesserung zu erkennen.

Lehrangebote in der Allgemeinmedizin

Der Unterricht im Fach Allgemeinmedizin unterscheidet sich je nach Curriculum stark voneinander. An nahezu allen Fakultäten wird jedoch ein breites und von den Studierenden gut angenommenes Unterrichtsangebot offeriert. Das Blockpraktikum Allgemeinmedizin wird überall ÄAppO-konform zweiwöchig durchgeführt.

Fast alle Institute, Bereiche und Abteilungen sind in unterschiedlichem Umfang an Querschnittsbereichen (QB Medizin des Alterns und des alten Menschen; QB Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren; QB Palliativmedizin; QB Schmerzmedizin) entweder aktiv beteiligt oder koordinieren diese und weitere Lehrveranstaltungen im klinischen Studienabschnitt (POL, Kommunikationstraining, Untersuchungskurse) sowie im vorklinischen Abschnitt in den Kursen „Einführung in die klinische Medizin“ und „Berufsfelderkundung“.

PJ Wahltertial Allgemeinmedizin

Das PJ Wahlfach Allgemeinmedizin ist etabliert. Die Anzahl der Plätze beträgt jeweils zwischen 0 und 35. Die Anzahl der PJ-Praxen variiert sehr stark zwischen den einzelnen Standorten, im Mittel standen 30 PJ-Praxen zur Verfügung.

Hinsichtlich der Aufwandsentschädigung für Lehrpraxen und die Honorierung der Studierenden bietet sich weiterhin ein sehr gemischtes Bild unterschiedlichster Kostenträger und Förderer.

Fazit

Es bleibt spannend. Die Änderung der ÄAppo steht bevor und damit wird es auch im nächsten Jahr viel zu tun geben. Wir freuen uns auf die weiter spannend fruchtbare Zusammenarbeit mit allen Sektionsmitgliedern und Unterstützern.

Korrespondenzadresse

Prof. Dr. med. Antje Bergmann

Bereich Allgemeinmedizin

Medizinische Klinik III

Universitätsklinikum „Carl Gustav Carus“

der Technischen Universität Dresden

Fetscherstraße 74, 01307 Dresden

Antje.Bergmann@uniklinikum-dresden.de


(Stand: 15.09.2017)

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