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Vorfreude auf den DEGAM-Kongress

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In der September-Ausgabe der ZFA finden Sie traditionell die Berichte der DEGAM-Sektionen und Arbeitsgruppen. Die dieses Jahr bewusst knapp gehaltenen Beiträge geben einen sehr guten Überblick über die vielfältigen Aufgaben und Ideen für eine Weiterentwicklung der Allgemeinmedizin. Sie machen Lust aufs Mitmachen und Noch-Nicht-Sektionsaktive sind herzlich eingeladen, die Sektionen auf dem DEGAM-Kongress kennen zu lernen. Die Sektionstreffen finden am Donnerstag, dem 21. September von 12:15–14:45 Uhr statt. Die Ausweitung der Sitzungszeit auf 2,5 Stunden verdeutlicht, dass mehr Zeit und mehr Engagierte benötigt werden, um die vielfältigen Vorhaben voranzutreiben.

Doch nicht nur die Sektionsberichte und die Einladung zur stets mit widersprüchlichen Gefühlen gespannt erwarteten Mitgliederversammlung weisen auf den DEGAM-Kongress. Auch die Beiträge in diesem Heft und ihre Diskussion sowie die Leserbriefe zeigen, dass Austausch wichtig ist – und im persönlichen Gespräch gelingt dieser doch schneller und umfassender als in Druckform.

So stellt sich die Frage, ob es mit den in der Arbeit von Horst Prautzsch und Stefanie Joos vorgestellten Informationsblättern zu hormonellen Kontrazeptiva tatsächlich gelingen kann, 1700 Thrombosen und 900 stationäre Behandlungen aufgrund von Lungenembolien zu vermeiden. Spricht etwas dagegen, diese Informationsblätter einfach in der Praxis einzusetzen? Wird Zeitmangel der limitierende Faktor sein?

Auch wird die alternative Darstellungsform des kardiovaskulären Risikos in arriba, weg von den Smileys ( ) hin zur Darstellung der Lebenszeit (?) sicher für Kontroversen sorgen (siehe Arbeit von Charles Adarkwah et al.). Eine erste Position hierzu finden Sie im Kommentar von Uwe Kurzke.

Schließlich ermuntert die Arbeit von Anja Kohlhaas et al. zu einem Planspiel zur Vermittlung unternehmerischer Kenntnisse für Studierende zum Nachdenken darüber, wie wir unsere mit sehr viel Aufwand entwickelten, erfolgreichen und innovativen Unterrichtskonzepte besser austauschen könnten. Denn welche universitäre Abteilung für Allgemeinmedizin würde ihren Studierenden nicht gerne ein BWL-Planspiel zum Führen einer hausärztlichen Praxis zur Verfügung stellen? Es macht keinen Sinn, dasselbe parallel an vielen einzelnen Standorten zu entwickeln. Gleichzeitig wollen die Entwickler/-innen ihre mit viel Zeit (und finanzieller Förderung) entwickelten Produkte nicht einfach verschenken (oder sollten sie das wollen?). Was wäre ein angemessener Preis für so ein Praxisplanspiel, das anderen Instituten zur Verfügung gestellt werden könnte? Was wären angemessene Bedingungen?

Ich hoffe, wir sehen uns in Düsseldorf, um weiter Motivation und Ideen zu tanken.

Herzlichst

Ihre


(Stand: 15.09.2017)

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