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Bericht der Arbeitsgruppe Psychosomatik 2017

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Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt weiterhin in der Verbreitung, Verdeutlichung Weiterentwicklung und Umsetzung der Ideen des Positionspapiers von 2014 [1]. So ist es unter anderem gelungen, Vertreter zahlloser Fachverbände in verschiedenen Gremien von der Eigenständigkeit hausärztlicher Psychosomatik als integralem und konstitutivem Bestandteil unserer Arbeit zu überzeugen. Wir hoffen, dass sich dies unter anderem im neuen Curriculum der Bundesärztekammer für die psychosomatische Grundversorgung niederschlagen wird.

Es konnten zwei Praxisempfehlungen unter maßgeblicher Beteiligung der AG fertiggestellt werden („Hausärztliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Adipositas/Übergewicht“ und „Hausärztliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Angst“) [2, 3]. Eine weitere Praxisempfehlung steht kurz vor der Fertigstellung: „Hausärztliche Interventionen im anamnestischen Erstgespräch“.

Einige Mitglieder der AG waren zu einem Brainstorming-Symposium der Carl-Gustav-Carus-Stiftung geladen, das viel Raum und Zeit für intensiven, sehr substanziellen Austausch bot. Dabei konnte gezeigt werden, wie wertvoll der Kontakt und wie wichtig der intensive Dialog zwischen der Psychosomatik als Fach und uns Allgemeinmediziner*innen ist.

Aber auch die Vernetzung mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde durch einige Veranstaltungen in Kooperation auf Tagungen und Kongressen gepflegt.

Die inzwischen sehr bewährte Zusammenarbeit mit dem Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) und Angeboten für Kurse zur psychosomatischen Grundversorgung unter allgemeinmedizinischer Leitung wurde vertieft und erweitert [4].

Die Kompetenzzentren können und sollten einen weiteren Meilenstein für die Implementierung der Überlegungen des Positionspapiers werden. Darüber werden wir uns auf unserer diesjährigen Vorkonferenz auf dem DEGAM-Kongress in Düsseldorf intensiv Gedanken machen.

Sehr unerfreulich ist der Vorschlag der Ständigen Konferenz ärztlicher psychotherapeutischer Verbände (STÄKO), die fachgebundene Psychotherapie abzuschaffen und Veränderungen an der Zusatzweiterbildung Psychotherapie vorzunehmen. Dieser Vorschlag droht eine berufsbegleitende Weiterbildung zu verunmöglichen. Allen Interessierten sei hier der Blick auf die Seiten unserer AG auf der DEGAM-Homepage empfohlen [5].

Korrespondenzadresse

Olaf Reddemann

Facharzt für Allgemeinmedizin,

Homöopathie, Psychotherapie

An Groß St. Martin 6

50667 Köln

Tel.: 0221 2772870

o.reddemann@overmed.de

Literatur

1. www.degam.de/files/Inhalte/Degam-Inhalte/Ueber_uns/Positionspapiere/?DEGAM_Positionspapier_Psychosomatische_Grundversorgung_final.?pdf (letzter Zugriff am 16.08.2017)

2. www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-Praxisempfehlungen/Adipositas/?DEGAM%20PE%20Adipositas_redakt_170327.pdf (letzter Zugriff am 16.08.2017)

3. www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-Praxisempfehlungen/Angststoerungen/DEGAM%20PE_Hausaerztliche?%20Versorgung_von%20Patientinnen%20und%20Patientenmit%20?Angst_12_2016.pdf (letzter Zugriff am 16.08.2017)

4. www.hausaerzteverband.de/cms/?Psychosomatische-Grundversorgung-?2016.1639.0.html (letzter Zugriff am 16.8.2017)

5. www.degam.de/ag-psychomatik.html (letzter Zugriff am 16.08.2017)


(Stand: 15.09.2017)

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